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Bundesrepublik Deutschland
; als : ; als :,,,,
Berlin,


() km²
82.521.653 (31. Dezember 2016)
231 () Einwohner pro km²
▲ +0,4 % (2016) pro Jahr
  • Total (nominal)
  • Total ()
  • BIP/Einw. (nom.)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016
  • 3,466 Bio. USD ()
  • 3,980 Bio. USD ()
  • 41.902 USD ()
  • 48.111 USD ()
▲ 0,926 () (2016)
(EUR)
1. Januar 1871: (völkerrechtl. 1. Juli 1867: )
23. Mai 1949: Bundesrepublik Deutschland ()

(siehe Abschnitt „“)


()
,
, (März bis Oktober)
, DEU, 276
Germany in the European Union on the globe (Europe centered).svg
Über dieses Bild
Deutschland politisch 2010.png

Deutschland (Zum Anhören bitte klicken! []; Vollform: Bundesrepublik Deutschland) ist ein in. Er besteht aus 16 und ist als und. Die Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des dar. Deutschland hat über 82,5 Millionen Einwohner und zählt mit 231 Einwohnern pro km² zu den Flächenstaaten.

An Deutschland grenzen neun Staaten, die und im Norden und die im Süden. Es liegt in der und verfügt über sechzehn und über hundert. sowie ist. Weitere mit mehr wie männer und frauen flirtsignale deuten als einer Million Einwohnern sind, und, der größte ist das, Frankfurt als ist international von Bedeutung. Deutschland gilt international als das Land mit der zweithöchsten Zahl von nach den. Seine Bevölkerung ist die und hat mit (2015) eine der der Welt.

Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands sind etwa 500.000 Jahre alte frühe Siedlungen durch Funde des, des sowie einiger der der Menschheit aus der nachgewiesen. Seit der ist die Bezeichnung für das Siedlungsgebiet der bekannt, seit dem 4. Jahrhundert ist der Begriff in Form belegt. Das ab dem 10. Jahrhundert bestehende, das aus vielen bestand, war wie der 1815 ins Leben gerufene ein Vorläufer des deutschen Nationalstaates, des 1871 gegründeten, das sich rasch vom zum.

Nach dem verlorenen kam es 1918 zur Bildung der demokratischen. Die ab 1933 mit politischer und rassistischer Verfolgung und der begann den verheerenden, der 1945 in Deutschlands Niederlage endete. Das von den Siegermächten besetzte Land wurde 1949. Der als demokratischer Teilstaat mit am 24. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen am 7. Oktober 1949 als Teilstaat unter Hegemonie. Die war nach dem 1961 abgeriegelt. Nach der 1989 folgte die Lösung der durch die beider Landesteile am.

Deutschland ist Gründungsmitglied der sowie deren bevölkerungsreichstes Land. Mit 18 anderen bildet es eine Währungsunion, die. Es ist Mitglied der, der, der, der, der, der und des. Die Bundesrepublik Deutschland gilt als einer der politisch einflussreichsten Staaten und ist ein gesuchtes Partnerland auf globaler Ebene.

Gemessen am ist das organisierte Deutschland die größte Europas und die viertgrößte der Welt. 2016 war es die drittgrößte und ­nation. Aufgrund der Rohstoffarmut und der der Industrie entwickelt sich das Land, das auf die Qualität seines angewiesen ist, zunehmend zur und. Gemäß dem zählt Deutschland zu den sehr hoch entwickelten Ländern.

Die ist die meistgesprochene in Europa, daneben gibt es und eine große Zahl von Migranten mit anderer Muttersprache. Zur zählen zahlreiche Ausdrucksformen, darunter das UNESCO- sowie und.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsgeschichte: Deutsch und Deutschland

Hauptartikel:

In der Berliner Handschrift des von 1369 steht (auf ): „Iewelk düdesch lant hevet sinen palenzgreven“ („jegliches deutsche Land hat seinen Pfalzgrafen“)

Die Vorformen von deutsch bedeuteten ursprünglich „zum Volk gehörig“, wobei das Adjektiv zunächst die Dialekte des bezeichnete. Die Bezeichnung Deutschland wird seit dem 15. Jahrhundert verwendet, ist in einzelnen Schriftstücken aber schon früher bezeugt; in der der (um 1365) heißt es Dutschelant. Davor sind nur Wortfügungen des deutsch mit Land belegt, beispielsweise in der unbestimmten Singularform „ein deutsches Land“ oder der bestimmten Pluralform „die deutschen Länder“, nicht aber in der bestimmten Singularform „das deutsche Land“. Gemeint waren Länder mit einer Führungsschicht, die sich auf den politischen Herrschaftsanspruch des, ab dem 10. Jahrhundert des bezog. Die Bezeichnung wurde damit vor allem für (vor-)staatliche Gebilde im deutschen - oder Herrschaftsgebiet verwendet, das über Jahrhunderte große Veränderungen erlebte.

Das Heilige Römische Reich, ursprünglich nur als „Reich“ ( Imperium) bezeichnet, erhielt mehrere Namenszusätze: „Heilig“ seit Mitte des 12. Jahrhunderts, „Römisch“ seit Mitte des 13. Jahrhunderts und seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert „Deutscher Nation“ (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation). Nach dessen Ende 1806 wurde ein deutscher, das, 1871 gebildet, das in unterschiedlichen Staatsformen in die heutige Bundesrepublik Deutschland übergegangen ist (siehe ). Da eine Fortführung des Staatsnamens Deutsches Reich im wegen seines „aggressiven Akzents“ abgelehnt wurde, wurde Deutschland als Staatsname in der damals konstituierten „ Deutschland“ erstmals verwendet; in den Beratungen sagte 1948: „Mit dem Wort Deutschland geben wir dem Ganzen ein gewisses Pathos … sentimentaler und nicht machtpolitischer Art.“ Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) nutzte Deutschland nicht im Staatsnamen, aber als synonyme Bezeichnung für DDR in Art. 1 der. Später verwendete die DDR fast nur noch das Attribut deutsch beziehungsweise den Namenszusatz „… der DDR“ für staatliche Hoheitsbezeichnungen. Mit der 1990 konnte Deutschland zur amtlichen Kurzform der Staatsbezeichnung werden.

Geographie

Hauptartikel:

Physische Geographie

Die Artikel und überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ ). Beteilige dich dazu an der . Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{|1=~~~~}} zu markieren. () 10:12, 26. Jun. 2017 (CEST)
Deutschland topo.jpg Europe topography map de.png
Physische
seriöse partnervermittlung im internet /> Karte
Lage Deutschlands
in Europa

Die sind von Nord nach Süd, und mit.

Deutschland hat insgesamt neun : Im Norden grenzt Deutschland an (auf einer Länge von 67 Kilometern), im Nordosten an (442 Kilometer), im Osten an (811 Kilometer), im Südosten an (815 Kilometer; ohne Grenze im Bodensee), im Süden an die (316 Kilometer; mit Grenze der, aber ohne Grenze im Bodensee), im Südwesten an (448 Kilometer), im Westen an (135 Kilometer) und (156 Kilometer) und im Nordwesten an die (567 Kilometer). Die Grenzlänge beträgt insgesamt 3757 Kilometer (ohne Grenze im, siehe ). Damit ist Deutschland das Land mit den meisten Nachbarstaaten.

Der nördlichste Landpunkt Deutschlands befindet sich seit 2013 im rund 70 km westlich der Insel. Der nördlichste öffentlich zugängliche Landpunkt befindet sich auf Sylt nördlich von am. Der nördlichste Festlandpunkt liegt in der Gemeinde im. Den südlichsten Punkt Deutschlands bildet das südlich von. Der westlichste Ort Deutschlands liegt in im an der Grenze zu den Niederlanden nahe der, der östlichste zwischen -Deschka und Neißeaue-Zentendorf in einer Flussschleife der. Vom Ellenbogen bis zum seriöse partnervermittlung im internet Haldenwanger Eck sind es rund 875 Kilometer Luftlinie, von Isenbruch bis zur Flussschleife der Neiße rund 636 Kilometer, die längste Entfernung innerhalb Deutschlands zwischen dem Ellenbogen und dem südlichsten Punkt der Gemeinde beträgt rund 902 Kilometer.

Als gelten je nach Berechnungsmethode verschiedene Orte. Die geografischen Extrempunkte Deutschlands, die Gemeinden,, List und Oberstdorf, sind im „“ zusammengeschlossen.

Geologie

Hauptartikel:

Oberflächengeologie Deutschlands

Deutschland gehört geologisch zu, das heißt zu jenem Teil des Kontinents, der dem konsolidierten „Ur-Europa“ (Osteuropa einschließlich eines Großteils Skandinaviens, vgl. ) erst im Verlauf des sukzessive durch () angegliedert wurde. Die entsprechenden Krustenprovinzen () werden klassisch vereinfachend (Ost-) (vgl. ) und (vgl. ) genannt. Die jüngste Krustenprovinz ist das Alpen-Karpaten-Orogen reiche frau sucht jungen mann zürich (vgl. ), an dem Deutschland nur mit dem äußersten Süden Bayerns Anteil hat und das im Gegensatz zu den beiden anderen tektonischen Provinzen ein aktives Orogen darstellt.

Die heutige Oberflächengeologie Deutschlands, das heißt das Muster aus verschieden alten und verschieden aufgebauten Gesteinskomplexen, wie es in vielfach abgebildet ist, entstand erst im Verlauf der letzten 30 bis 20 Millionen Jahre im jüngeren und wurde von zwei Ereignissen maßgeblich geprägt: der Alpidischen Gebirgsbildung und dem.

Das Quartäre Eiszeitalter zeichnet für die vergleichsweise eintönige Oberflächengeologie Norddeutschlands und des mit ihren ­nablagerungen und sonstigen Begleiterscheinungen verantwortlich (vgl. ).

Die Oberflächengeologie der Mitte und des überwiegenden Teils des Südens Deutschlands ist das Ergebnis bedeutender bruchtektonischer Hebungen und Senkungen, die auf die Fernwirkung der Alpidischen Gebirgsbildung zurückgehen. Hierbei wurden teils alte (überwiegend ), variszisch gefaltete Grundgebirgskomplexe (Schiefergebirge und ) aus dem Untergrund herausgehoben und großflächig freigelegt (u. a.,, ), teils sank die Erdkruste ein und bildete Sedimentationsräume, die mehr oder weniger mächtige känozoische Sedimentabfolgen aufnahmen (,,, ). Eine tektonische Zwischenstellung nehmen die Tafelländer mit ihren ungefalteten Schichtenfolgen ein, dominiert von und (, ).

Relief

Die in ist mit 2962 Metern über Normalhöhennull die höchste Erhebung Deutschlands.

Das geologisch junge der Alpen ist das einzige, an dem Deutschland Anteil hat. Die deutschen Alpen, die sich fast zur Gänze im Bundesland befinden, ein kleiner Teil des äußersten Nordwestens der liegt in Baden-Württemberg, weisen die einzigen Gebirgsgipfel mit mehr als 2000  (2962 m ü. NHN), den sich Deutschland mit Österreich teilt, ist der höchstgelegene Punkt des Landes.

Die deutschen erstrecken sich vom Nordrand der bis zum Alpenrand und zum mit dem. Sie nehmen tendenziell von Nord nach Süd an Höhe und Ausdehnung zu. Höchster Mittelgebirgsgipfel ist der im (1493  im (1456 , das, die und der, der sich recht isoliert als nördlichstes unter den höchsten deutschen Mittelgebirgen mit dem auf 1141  in ( im brandenburgisch-sächsischen Grenzgebiet) mit 201 m ü. NN der höchste ist.

Die tiefste begehbare Landesstelle Deutschlands liegt bei 3,54  in einer bei in der (Schleswig-Holstein). Eine aktuelle Höhenangabe bezogen auf ist noch nicht frei zugänglich. Ebenfalls in diesem Bundesland befindet sich die tiefste : Sie liegt mit 39,6  nordöstlich von. Der tiefste künstlich geschaffene Geländepunkt liegt bei 267  östlich von in Nordrhein-Westfalen.

Siehe auch:  und

Klima

Hauptartikel:

Deutschland gehört vollständig zur Mitteleuropas im Bereich der und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem in Westeuropa und dem in. Das wird unter anderem vom beeinflusst, der das durchschnittliche Temperaturniveau für die Breitenlage ungewöhnlich hoch gestaltet.

Die mittlere, bezogen auf die Normalperiode 1961–1990, beträgt im bundesweiten Gebietsmittel 8,2 °C, die mittleren Monatsdurchschnittstemperaturen liegen zwischen −0,5 °C im Januar und 16,9 °C im Juli. Der mittlere jährliche Niederschlag beträgt 789 Millimeter. Die mittlere monatliche Niederschlagshöhe liegt zwischen 49 Millimeter im Februar und 85 Millimeter im Juni.

Die tiefste jemals in Deutschland gemessene Temperatur betrug −45,9 Grad Celsius; sie wurde am 24. Dezember 2001 am registriert. Die bisher höchste Temperatur betrug 40,3 Grad Celsius und wurde am 5. Juli und 7. August 2015 in erreicht.

Siehe auch:

Gewässer

Von den sechs mit den größten Einzugsgebieten entwässern,, und über die und die über die in den, während die ins fließt und somit dem zuzurechnen ist. Die Einzugsgebiete dieser beiden Systeme werden durch die voneinander getrennt.

Der in der Schweiz entspringende Rhein dominiert den Südwesten und Westen. Auf 865 Kilometern fließt er durch bzw. an der Grenze zu Deutschland, bevor er über die Niederlande in die Nordsee mündet. Seine wichtigsten deutschen Zuflüsse sind,, und. Der Rhein hat eine große wirtschaftliche Bedeutung und ist eine der am stärksten befahrenen Europas. Die Donau entwässert im Süden auf 647 Kilometern fast das gesamte deutsche und fließt weiter nach Österreich und. Ihre wichtigsten deutschen Zuflüsse sind,, und. Den Osten Deutschlands durchfließt auf 725 Kilometern die in Tschechien entspringende Elbe. Ihre wichtigsten deutschen Nebenflüsse sind und. Auf 179 Kilometern ist die Oder, wie im weiteren Verlauf auch ihr wichtigster Zufluss, die, der. Einzig das Einzugsgebiet der 452 Kilometer langen Weser liegt vollständig in Deutschland. Sie speist sich aus den Flüssen und und entwässert den mittleren Norden. Die Ems durchfließt auf 371 Kilometern den äußersten Nordwesten des Landes. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich auch auf Teile der Niederlande.

Die natürlichen sind überwiegend glazialen Ursprungs. Daher finden sich die meisten der großen Seen im Alpenvorland, in der und in. Der größte vollständig zum deutschen Staatsgebiet gehörende See ist die, die Teil der ist. Der größte See mit deutschem Anteil ist der, an den auch Österreich und die Schweiz grenzen. Im Westen und Osten Deutschlands gibt es viele, durch die Rekultivierung von oder entstandene künstliche Seen, so das oder den.

Inseln

Die größte deutsche Insel,, liegt in Vorpommern in der Ostsee. (Abb.: )

Im, der niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste unmittelbar vorgelagert, liegen die. Während die Festlandsreste sind, die durch Landsenkung und nachfolgende Überflutung von der Küste getrennt wurden, handelt es sich bei den um, die aus durch küstenparallele Strömungen sowie Wellen- und Gezeitendynamik angespülten Sedimenten entstanden. Das inmitten der gelegene ist die am weitesten vom Festland entfernt liegende bewohnte deutsche Insel. Sie geht auf den Aufstieg eines im Untergrund der Nordsee zurück.

Die größten deutschen Inseln in der Ostsee sind (von West nach Ost),,, und. Rügen ist zugleich die größte deutsche Insel. Größte ist. Mit Ausnahme von Fehmarn sind diese Landflächen Teil einer, das heißt einer nacheiszeitlich gefluteten und nachfolgend durch modifizierten.

Die größten und bekanntesten sind, und im Bodensee sowie die im.

Siehe auch:  und

Flora

Der Naturraum Deutschland liegt in der ; von West nach Ost kennzeichnet seine reiche frau sucht jungen mann zürich natürliche den Übergang vom zum. Die wäre hauptsächlich von geprägt, ausgenommen nährstoffarme oder trockene Standorte wie Felskuppen, und sowie die und subalpinen Hochlagen, die äußerst vegetationsarm und in ihrem Klima kaltgemäßigt sind.

Örtlich weist die Flora in Deutschland eine hohe durch Standortfaktoren des Geländes und der mesoklimatischen Lage auf. Der Gesamtbestand der in Deutschland wild lebenden Pflanzenarten wird auf 9.500 geschätzt. Dazu kommen rund 14.000. Insbesondere auf Brach- und Störflächen finden sich heute eine Reihe wie die und das.

Der im Winter. Rund 32 Prozent der deutschen Landfläche sind bewaldet.

Derzeit bedeckt der 32 Prozent der Landfläche. Damit ist Deutschland eines der waldreichsten Länder in der Europäischen Union. Die aktuelle Baumartenzusammensetzung entspricht nur zum geringen Teil den natürlichen Gegebenheiten und wird hauptsächlich von der bestimmt. Die häufigsten Baumarten sind mit 26,0 Prozent Flächenanteil die, gefolgt von der mit 22,9 Prozent, der mit 15,8 Prozent und den mit 10,6 Prozent.

Rund die Hälfte der Staatsfläche wird genutzt, 182.637 km² am 31. Dezember 2016. Neben der Nutzung als wird auf einem Großteil betrieben, seit der bzw. der überwiegend mit, die nicht natürlich in Mitteleuropa vorkamen, die meisten Getreide aus dem, und aus Amerika. In den Flusstälern, unter anderem von Main, Mosel, Ahr und Rhein, wurde die Landschaft vielfach für den Weinanbau umgestaltet.

Die Bewahrung der Natur ist in Deutschland öffentliche Aufgabe und in Grundgesetz verankertes. Dem dienen 16 (siehe ), 19, 95 sowie tausende von, und.

Fauna

In Deutschland sind etwa 48.000 nachgewiesen, darunter 104 Säugetier-, 328 Vogel- und über 30.000 Insektenarten.

Die meisten in Deutschland heimischen leben in den gemäßigten Laubwäldern. Im Wald leben unter anderem, und,, sowie und. und sind seltene Bewohner der Flussauen, mit teilweise wieder steigenden Beständen. Andere Großsäuger wurden ausgerottet: (um 1470), (1835), (im Mittelalter noch zahlreich), (19. Jahrhundert), (17./18. Jahrhundert), (1904). In neuerer Zeit wandern gelegentlich Elche und Wölfe aus und ein; erste Wolfsrudel bildeten sich im, mittlerweile auch weiter westlich, seit um 2000 Nachwuchs geboren wurde. 2010 wurde eine Herde Wisente im angesiedelt. In hochalpinen Regionen leben und, die in verschiedenen Mittelgebirgen.

Zu den in Deutschland lebenden zählen, und. wie,,, und sind in Deutschland alle auf der geführt.

Vom, der als Vorlage für das deutsche gilt, gibt es wieder etwa 500 Paare, vor allem in und. Der kommt nur noch in den vor, wo der dort ausgerottete aus Schweiz und Österreich wieder Einzug hält. Die häufigsten sind heute und, der Bestand an ist deutlich geringer. Über die Hälfte des Gesamtbestandes an brütet in Deutschland, ist aber aufgrund der intensiven Landwirtschaft rückläufig. Dagegen profitieren viele als von der Anwesenheit des Menschen, insbesondere die in Städten lebenden, (frühere Waldvögel), und, für deren Überleben auch die sorgt, sowie und auf.

Der früher in den Flüssen häufige wurde im Zuge der weitgehend ausgerottet, aber in den 1980er-Jahren im wieder angesiedelt. Der letzte wurde 1969 in Deutschland gefangen. In vielen Teichen werden die von den eingeführten gehalten.

Vom nahezu ausgerotteten leben im wieder einige tausend Exemplare; auch die kehren an die Küsten Deutschlands zurück, nachdem sie dort durch Bejagung verschwunden waren. Das Wattenmeer ist Rastplatz für zehn bis zwölf Millionen pro Jahr. In Nord- und Ostsee kommen acht vor, darunter der, und mit dem auch eine.

Zu den – teils – gehören,, und.

Humangeographie

Hochdiverse Kulturlandschaft in einer ländlichen Region des am dichtesten besiedelten Flächenlandes : Siedlungen, landwirtschaftlich genutzete Flächen, Waldflächen und ein Stausee.

In Deutschland werden insgesamt 51 Prozent der Landesfläche genutzt (2016), bedecken weitere 30 Prozent. 14 Prozent werden als Siedlungs- und Verkehrsfläche genutzt (Tendenz steigend). Wasserflächen kommen auf 2 Prozent, die restlichen 3 Prozent verteilen sich auf sonstige Flächen, zumeist und auch.

Verwaltungsgliederung

Die besteht aus 16, die offiziell als (Bundesländer) bezeichnet werden. Die Berlin und Hamburg bestehen ausschließlich aus den gleichnamigen und sind somit. Auch die wird als Stadtstaat bezeichnet, wenngleich das Land aus zwei separaten Stadtgemeinden, und, besteht. Im Unterschied zu anderen Föderalstaaten gibt es in Deutschland keine.

Die sind die kleinsten selbständigen Deutschlands. Sie sind, mit Ausnahme der Stadtstaaten und der meisten, in und anderen zusammengefasst. Kreise und Gemeinden unterliegen dem des jeweiligen Bundeslandes und sind daher bundesweit unterschiedlich organisiert. Einzig die als Verwaltungssitz eines Landkreises findet sich deutschlandweit.

Ballungsgebiete

Karte der auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte, der Städte Bremen und Bremerhaven sowie der Inseln in Nord- und Ostsee, in Deutschland im Jahr 2014

In Deutschland werden und Ballungsräume () nicht statistisch genau abgegrenzt. Es gibt (ab 100.000 Einwohner), davon 14 mit mehr als 500.000 Einwohnern, historisch bedingt überwiegend im Westen und Südwesten Deutschlands. Diese entlang des Rheins verlaufenden Ballungsräume bilden den Mittelteil der zentralen europäischen Bevölkerungskonzentration (). Die meisten Agglomerationen sind monozentrisch, das hingegen ist eine (polyzentrische).

Von der wurden elf festgelegt. Diese gehen über die entsprechenden Agglomerationen weit hinaus. Köln/Düsseldorf/Dortmund/Essen gehören zur, Leipzig/Halle/Chemnitz zur. Eine weitere ist die um Ludwigshafen/Mannheim/Heidelberg.

Bevölkerungsreichste Siedlungsgebiete in Deutschland

Berlin
Berlin
Hamburg
Hamburg
München
München

Siedlungsgebiet

Köln
Köln
Frankfurt am Main
Frankfurt am Main
Stuttgart
Stuttgart

1 3.520.000 4.400.000 6.000.000
2 1.790.000 2.600.000 5.000.185
3 1.450.000 2.000.000 5.200.000
4 1.060.000 1.900.000 11.690.000
5 730.000 1.930.000 5.520.000
6 625.000 1.800.000 5.290.000
7 610.000 1.220.000 flirten per sms sprüche 11.690.000
8 585.000 5.562.500 11.690.000
9 580.000 5.562.500 11.690.000
10 560.000 1.100.000 2.400.000
11 555.000 850.000 2.730.000
12 545.000 755.000 2.400.000
13 530.000 1.132.000 3.880.000
14 510.000 1.200.000 3.500.000

Siehe auch:  und

Bevölkerung

Hauptartikel:

Demografie

Bevölkerungsaufbau nach Alter im Jahr 2015. Im selben Jahr kamen in Deutschland 738.000 Kinder zur Welt.

Hauptartikel:

Nach Fortschreibung des Zensus 2011 lebten am 31. Dezember 2016 in Deutschland 82.521.653 auf einer Fläche von 357.376 Quadratkilometern. Das Land gehört mit rund 230 Menschen pro km² zu den dicht besiedelten. 18,3 Prozent der Bevölkerung waren im Jahr 2015 unter 20 Jahre, 24,5 Prozent zwischen 20 und 40 Jahre und 29,8 Prozent zwischen 40 und 60 Jahre alt. Im Alter von 60 bis 80 Jahren waren 21,6 Prozent der Bevölkerung, darüber 5,8 Prozent. Im Jahr 2015 lag das Durchschnittsalter bei 44,2 Jahren. Deutschland war damit nach die zweitälteste Gesellschaft der Welt.

Neben der als der am häufigsten angestrebten Form des Zusammenlebens sind viele Lebensmodelle in der deutschen Gesellschaft vertreten. Die Anzahl der lebend geborenen Kinder lag im Jahr 2015 bei 737.575, das war die höchste Geburtenzahl seit 15 Jahren. Dies entspricht einer von 1,50 Kindern pro Frau bzw. 9,6 Geburten pro 1.000 Einwohner. Im selben Zeitraum wurden 925.200 Sterbefälle registriert, etwa 11,2 Fälle pro 1.000 Einwohner. In allen Jahren seit 1972 starben mehr als geboren wurden.

Daher wird die Orientierung zu einer, kinder- und nachwuchsfördernden Gesellschaft mit politisch angestrebt (). Als zentrale Voraussetzung dafür werten Experten die. Bei fortgesetzt niedrigen Geburtenraten, insbesondere in Bevölkerungsschichten mit mittleren und höheren Bildungsabschlüssen, werden für Deutschland soziale, ökonomische und geopolitische Probleme vorhergesagt.

Etwa 73,6 Millionen Personen (89,6 %) in Deutschland besaßen im Jahr 2015 die. Im Jahr 2016 hatten rund 18,6 Millionen Personen einen (22,5 %). Als Personen mit Migrationshintergrund zählen im alle Ausländer sowie alle Deutschen, die nach 1955 auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland zugewandert sind oder mindestens einen nach 1955 zugewanderten Elternteil haben. Unter ihnen bilden die die größte Gruppe, gefolgt von Bürgern der, anderer Staaten der Europäischen Union und des ehemaligen. Zwischen 1950 und 2002 wurden insgesamt 4,3 Millionen Menschen, entweder im Land geboren oder lange dort lebend, auf eigenen Antrag.

Das prognostizierte 2017, die Bevölkerung Deutschlands werde durch Einwanderung weiter wachsen und im Jahr 2035 rund 83,1 Mio. Menschen umfassen.

Entwicklung der Bevölkerung

Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1950 69.346.000 1985 77.661.000
1955 71.350.000 1990 79.753.000
1960 73.147.000 1995 81.817.000
1965 76.336.000 2000 82.260.000
1970 78.069.000 2005 82.438.000
1975 78.465.000 2010 81.752.000
1980 78.397.000 2015 82.176.000

(Quelle: Statistisches Bundesamt, von 1950 bis 1990 Zahlen für beide deutsche Staaten)

Einwanderung

Hauptartikel:

Ausländische Bevölkerung (2016)
Rang Staat Bevölkerung
1. TurkeiTürkei  1.492.580
2. PolenPolen  783.085
3. SyrienSyrien  637.845
4. ItalienItalien  611.450
5. RumänienRumänien  533.660
6. GriechenlandGriechenland  348.475
7. KroatienKroatien  332.605
8. BulgarienBulgarien  263.320
9. AfghanistanAfghanistan  253.485
10. RusslandRussland  245.380

In Deutschland leben aus vielen. Laut machte der Bevölkerungsteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit am 31. Dezember 2016 etwa 12,1 Prozent (10,0 Millionen) aus (2011: 8,5 Prozent, 6,9 Millionen). Im Jahr 2016 hatten gemäß amtlicher Statistik etwa 22,5 Prozent der Bevölkerung (18,6 Millionen) einen Migrationshintergrund. Dabei werden die der deutschen zugehörigen und, die ab 1949 im Bundesgebiet leben, im Zensus als Migranten geführt.

Die größte in Deutschland lebende Einwanderergruppe mit ausländischer Staatsbürgerschaft stellten im Jahr 2016 mit 1.492.580 Personen (→ ), aus waren es rund 4,3 Millionen. Den größten Anteil haben dabei (783.085), (611.450) und (533.660). Der Anteil der Europäer aus Nicht-EU-Ländern erhöhte sich durch Migration insbesondere aus Ex- und aus den Staaten der in den 1990er-Jahren. Darüber hinaus lebten in Deutschland 2.077.330 Menschen mit einer Staatsangehörigkeit (davon 637.845 aus Syrien, 253.485 aus, 227.195 aus dem und 129.150 aus ) sowie 510.535 Menschen mit einer und 259.840 mit einer Staatsangehörigkeit (davon 114.145 aus den ). Im Jahr 2016 erwarben 110.883 Personen die (2010: 101.570) durch ; die meisten davon waren Türkeistämmige (15,2 %).

Der Bevölkerungsanteil von Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund ist regional sehr unterschiedlich, wobei die höchsten Anteile in den Ballungsräumen des sowie in erreicht werden, die niedrigsten in den ländlichen Gebieten, - und. 2015 waren (32,8 %), (27,7 %), (24,5 %) und (23,2 %) die kreisfreien Städte mit den höchsten Ausländeranteilen. Der Landkreis mit dem niedrigsten Ausländeranteil war (1,2 %).

Die Zahl der in Deutschland, die seit dem 19. Jahrhundert besteht („“), beläuft sich auf über zwei Millionen, die seit Generationen assimiliert sind.

Deutschland gilt de facto seit Jahren als und war 2012 nach den Vereinigten Staaten das -Land mit den zweitmeisten Einwanderern. Einige Wissenschaftler sehen aus demografischen und wirtschaftlichen Gründen die Notwendigkeit höherer Zuwanderung gut ausgebildeter und, was durch eine Einwanderungspolitik nach Vorbildern wie und mit einer transparenten und an den Fertigkeiten der Zuwanderer orientierten Steuerung erreicht werden könne. Die Einwanderung mitsamt dürfe nicht zulasten der Sozialsysteme gehen.

Siehe auch:  und

Sprachen

Kenntnisse der deutschen Sprache in den Ländern der im Jahr 2006.

Die in Deutschland hauptsächlich verbreitete Sprache ist (). Es wird als in den überregionalen Medien und als Schriftsprache verwendet; als Sprache des Alltags wird es in vielen Regionen fast ausschließlich gesprochen (oft regional leicht eingefärbt). Der Übergang zu den ist fließend. Bei den ist Deutsch die wichtigste. Die Zuständigkeit liegt im Grundsatz in der, der Gesamtstaat legt solche Sprachen nur zur Erfüllung seiner eigenen Aufgaben fest. Sofern europäisches Recht anwendbar ist, können vor Gericht Anträge und Schriftstücke in jeder Amts- oder Gerichtssprache jedes Mitgliedslands der gestellt werden. Angestammte sind,, und. Einige Regional- und Minderheitensprachen dürfen als Amts-, Gesetzes- oder Gerichtssprachen verwendet werden. Grundlage ist die, nach der Deutschland als Regionalsprache und folgende Minderheitensprachen anerkennt: (etwa 50.000 Sprecher, sowohl, überwiegend in der Variante, als auch ), (etwa 10.000, in Schleswig-Holstein, in Niedersachsen), (etwa 30.000, in Sachsen, in Brandenburg), der Roma (etwa 200.000 in ganz Deutschland). Andere neue oder in Deutschland kaum noch gesprochene Minderheitensprachen wie oder die wurden nicht in die Charta aufgenommen, und Sprachen von Zuwanderern fallen ausdrücklich nicht unter die Charta. Die von verwendete ist seit 2002 in Deutschland als eigenständige Sprache anerkannt. Weitere, früher verbreitete Sprachen wie (im 11. Jahrhundert ausgestorben) und (im 18. Jahrhundert ausgestorben) werden heute nicht mehr gesprochen.

Das betreibt weltweit Niederlassungen zur Vermittlung der deutschen Sprache. (Bild: Zentrale in München)

Ob die niederdeutsche Sprache eigenständig ist oder eine des Deutschen, ist in der Sprachwissenschaft. Niederdeutsch hatte 2007 etwa 2,6 Millionen aktive Sprecher, passive Kenntnis hatten etwa drei Viertel der Bevölkerung des Sprachgebiets. 2016 verstanden es knapp die Hälfte der Einwohner gut bis sehr gut, in Mecklenburg-Vorpommern 70 Prozent, in Schleswig-Holstein 60, in Niedersachsen knapp 50 Prozent. In diesen Bundesländern beherrschten die Sprache aktiv jeweils 20, 25 und 18 Prozent; in den Sprachgebieten Nordrhein-Westfalens und Sachsen-Anhalts waren es je 12, in Brandenburg 3 Prozent. Norddeutsche verwenden die niederdeutsche Sprache oder regionale Mundarten tendenziell weniger ausgeprägt, während im und Raum der Gebrauch der, und selbst im akademischen Milieu verbreiteter ist.

Immer wieder brachten ihre Sprachen mit, zum Beispiel die in den Germaniens, die während der, die ab dem 17. Jahrhundert und die im 19. Jahrhundert. Während die Nachkommen der älteren Zuwanderungswellen sich inzwischen sprachlich weitgehend angepasst haben, verwenden Zuwanderer der vergangenen Jahrzehnte (etwa ) untereinander neben dem Deutschen noch häufig ihre Muttersprache, vor allem (etwa zwei Millionen). Daneben ist auch die verbreitet, unter und unter, zu denen nicht nur deutsche oder, sondern auch russische Muttersprachler gehören (drei bis vier Millionen). Auch die Zahl der Personen mit als Alltagssprache wird relativ hoch vermutet.

Die an öffentlichen Schulen vorrangig gelehrte ist. Zweite Fremdsprache ist häufig, oder, seltener oder (Entscheidungshoheit der Länder).

Religionen

Geschichte

Wie der Großteil West- und Mitteleuropas ist das heutige Deutschland bis zur Spätantike zurückreichend christlich-abendländisch und seit dem 18. Jahrhundert aufgeklärt-wissenschaftlich geprägt. Dem liegen Einflüsse aus der antiken griechischen und römischen Kultur ebenso zugrunde wie jüdische und christliche Traditionen, die sich seit Beginn der Christianisierung, ab etwa dem 4. Jahrhundert, mit germanischen Traditionen vermischt hatten. Das Gebiet des heutigen Deutschland wurde seit dem frühen Mittelalter. In der Zeit wurde im Reich Karls des Großen die Missionierung, teilweise durch Zwang, abgeschlossen. Mit Thesenanschlag 1517 begann die christliche und in der Folge die Bildung, die in Deutschland neben der katholischen Konfession die religiöse Landschaft prägen.

Verhältnis von Staat und Religion

Die garantiert des Grundgesetzes, individuell als und institutionell im Verhältnis von Religion und Staat. So wird die weltanschauliche Neutralität des Staates und das der festgeschrieben. Auf dieser Basis ist das Verhältnis von Religionsgemeinschaften und Staat partnerschaftlich; es gibt also keine tipps zum kennenlernen einer frau strikte, sondern in vielen sozialen und schulisch-kulturellen Bereichen bestehen Verflechtungen, beispielsweise über kirchliche, aber staatlich mitfinanzierte Trägerschaft von Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Ebenso berufen sich einige deutsche Parteien auf die christliche Tradition des Landes. Die christlichen Kirchen besitzen den Status von und sind, aufgrund des geltenden jedoch . Durch den verliehenen sollen den Kirchen bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt werden, ohne dass sie dabei einer Staatsaufsicht unterliegen; stattdessen wird sowohl der kirchliche Öffentlichkeitsauftrag teilweise in mit den Ländern oder den entsprechenden Regelungen in den anerkannt wie auch die besondere, originäre Kirchengewalt rechtlich bekräftigt. Bestimmte christliche Kirchen sowie die jüdischen Gemeinden erheben eine, die der gegen eine Aufwandsentschädigung einzieht und an die jeweiligen Kirchen (beziehungsweise an den ) weiterleitet. Des Weiteren ist der laut Grundgesetz fakultatives, aber dennoch ordentliches Unterrichtsfach in den öffentlichen Schulen (mit Ausnahme von Bremen, Berlin und Brandenburg). Dieses Fach wird oft von einem Vertreter einer der beiden großen Kirchen unterrichtet.

Konfessionszugehörigkeit nach Zensus 2011: gelb: römisch-katholisch, violett: evangelisch, blau: keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft zugehörig; dunkel: absolute Mehrheit, hell: relative Mehrheit

Bevölkerungsanteile

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Etwa 59 Prozent der Bevölkerung gehören einer an: 28,9 Prozent (überwiegend in West- und Süddeutschland), (, und ) 27,1 Prozent (tendenziell vor allem in Norddeutschland); andere christlichen Kirchen wie und, die, die und insgesamt ca. 3 Prozent. Die Anzahl der Gottesdienstbesucher ist wesentlich geringer als die Anzahl der Kirchenmitglieder. An sogenannten Zählsonntagen besuchten 2016 die katholischen Gottesdienste 2,4 Millionen Menschen (2,9 Prozent der Gesamtbevölkerung) und 0,8 Millionen (1 Prozent) jene der Evangelischen Kirche. An hohen kirchlichen Feiertagen, insbesondere zu, nehmen deutlich mehr Menschen an Gottesdiensten teil. Über ein Drittel der Gesamtbevölkerung ist. In den neuen Ländern liegt deren Anteil zwischen 68 (Thüringen) und 81 Prozent (Sachsen-Anhalt). Die DDR hatte eine Weltanschauung propagiert und vermittelt (siehe ) und den gefördert. Aufgrund langfristiger Prozesse der und des stieg der Anteil von Konfessionslosen an der Gesamtbevölkerung auch in der alten Bundesrepublik an (1970: 3,9 %; 1987: 11,4 %). Diese Entwicklung setzte sich im vereinten Deutschland fort.

Ende 2015 lebten etwa 4,5 Millionen in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt circa 5,5 Prozent, Über die Hälfte hat einen türkischen Migrationshintergrund, gut 17 Prozent kommen aus dem. Zwischen 2011 und 2015 kamen 1,2 Millionen Muslime neu nach Deutschland. Als Dachverband der vielen islamischen Organisationen und Ansprechpartner für Außenstehende wurde der gegründet.

Die geht von etwa 270.000 aus. Die Hälfte davon sind eingewanderte. Dies entspricht 0,3 Prozent der Bevölkerung.

Etwa 200.000 leben in Deutschland, dies entspricht 0,25 Prozent der Bevölkerung. Davon sind etwa die Hälfte in organisiert. Seit den 1990er-Jahren verzeichnen diese einen starken Zuwachs durch Zuwanderer aus den ehemaligen, vor allem aus der und. Nach Frankreich und dem Vereinigten Königreich hat Deutschland die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Europas.

Geschichte

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Urgeschichte, Kelten, Germanen und Römer

Karte der germanischen Stämme Mitteleuropas mit dem römischen Limes und den Legionslagern um 50 n. Chr.

Die ältesten Belege für die Anwesenheit der Gattung auf deutschem Gebiet sind etwa 700.000 Jahre alt, von einer dauerhaften Anwesenheit zumindest im Süden geht man seit 500.000 v. Chr. aus. Nach dem Fundort in der Nähe der Stadt Heidelberg wurde der benannt. Die mindestens 300.000 Jahre alten sind die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit und haben das Bild der kulturellen und sozialen Entwicklung des frühen Menschen revolutioniert.

Auf die, nach einem Fundort im, östlich von, benannt, folgte vor etwa 40.000 Jahren der aus Afrika zugewanderte , der anatomisch moderne Mensch. Die Neandertaler verschwanden zwar, doch ließ sich jüngst belegen, dass beide gemeinsame Nachkommen hatten. Die ist die älteste bekannte Kunst der Menschheit.

Aus dem Nahen Osten kommende Bauern, die mit ihrem Vieh und ihren Kulturpflanzen über Anatolien und den Balkan zuwanderten (), verdrängten ab etwa 5700/5600 v. Chr. die der aus der Südhälfte Deutschlands. Sie erreichten jedoch erst um 4000 v. Chr. auch Norddeutschland. Damit wurden zugleich die aneignenden Kulturen der Jäger, Sammler und Fischer von bäuerlichen, nun durchgehend sesshaften Kulturen abgelöst; als letzte Kultur der Jäger in Norddeutschland gilt die.

Mit über 1000 Jahren Verzögerung begann auf deutschem Gebiet die um 2200 v. Chr. Zu ihren bedeutendsten Funden zählt die. Mit Beginn der (1200–1000 v. Chr.) waren Süd- und Mitteldeutschland von besiedelt, als bedeutendstes Metall begann sich das Eisen durchzusetzen. Um 600 v. Chr. kam es in zur Herausbildung der, die als Kultur angesehen wird. „Germanen“ wurden im 1. Jahrhundert v. Chr. von antiken Autoren erstmals erwähnt und bezeichneten als Sammelbegriff kein einheitliches Volk.

Von 58 v. Chr. bis etwa 455 n. Chr. gehörten die Gebiete links des und südlich der zum, von etwa 80 bis 260 n. Chr. auch ein Teil sowie der größte Teil des heutigen Baden-Württemberg südlich des. Diese römischen Gebiete verteilten sich auf die Provinzen, und. Dort gründeten die Römer Legionslager, eine Reihe von Städten wie,, und – die.

Verbündete germanische Stämme sicherten diese, zudem wurden Siedler aus anderen Reichsteilen hier sesshaft. Versuche, den Einflussbereich weiter in germanisches Gebiet auszuweiten, scheiterten mit der im Jahr 9 n. Chr. Die Bemühungen der Römer zur Errichtung von Provinzen bis zur endeten schließlich. ’ im Jahr 98 entstandene Schrift ist die älteste Beschreibung der germanischen Stämme.

Völkerwanderung und Frühmittelalter (375–962)

Hauptartikel:,  und

Nach dem Einfall der 375 setzte die ein, gleichzeitig bildeten sich im Übergang von der zum mehrere Großstämme heraus, nämlich die der und,, und. Im Zuge des Untergangs Westroms kam es zur Bildung germanisch-romanischer Nachfolgereiche. In weitgehend entvölkerten Gebiete des heutigen wanderten im 7. Jahrhundert ein. Erst im Zuge der wurden sie. West- und Mitteleuropa wurde vom Ende des 5. Jahrhunderts entstandenen dominiert, das heutige Norddeutschland von den Sachsen und Slawen. Alle heute zu Deutschland gehörigen Gebiete des Frankenreichs lagen im östlichen Teilreich.

Mitte des 8. Jahrhunderts trat im Frankenreich aus der Dynastie der die Königsnachfolge der an. Nach der Unterwerfung und Zwangsmissionierung der Sachsen und Eroberungen in Italien, Nordspanien und im östlichen Grenzraum unter wurde das neu organisiert. Kirchenorganisation und Kulturförderung knüpften partiell an römische Traditionen an (). Zu Weihnachten 800 ließ sich Karl vom Papst in zum Kaiser krönen und erhob damit Anspruch auf die Nachfolge des Römischen Reiches (), was zur Konkurrenz mit den byzantinischen Kaisern führte (). Nach Karls Tod 814 kam es zu Kämpfen unter seinen Nachkommen, die 843 im zur Dreiteilung des Reiches in das unter, das und führten.

Im ostfränkischen Reich bildeten sich um 900 fünf große Herzogtümer heraus, nämlich die Stammesherzogtümer,,, und. Im 10. Jahrhundert starb die karolingische Dynastie in West- wie auch in Ostfranken aus, beide Reichsteile blieben politisch fortan getrennt. Die beendete 955 jahrzehntelange, führte zu einem Prestigegewinn König, der ab 962 Kaiser war, und zur Zuordnung des als der Deutschen.

Vom Ostfrankenreich zum Heiligen Römischen Reich (962–1806)

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Das Reichsgebiet im 10. Jahrhundert (rot umrandet)

Die Dynastie der war für die Ausformung des wesentlich, sie gilt aber nicht mehr als Beginn der eigentlichen „deutschen“ Reichsgeschichte. Der damit verbundene Prozess zog sich vielmehr mindestens bis ins 11. Jahrhundert hin. Der Begriff regnum Teutonicorum („Königreich seriöse partnervermittlung im internet der Deutschen“) findet sich erstmals zu Beginn des 11. Jahrhunderts in den, er war aber nie Titel des Reiches (Imperium), sondern diente den Päpsten zur Relativierung des Herrschaftsanspruchs der.

Die 951 von angenommene Königswürde verband das Regnum Teutonicorum mit. 962 wurde Otto zum Kaiser gekrönt und vereinte damit die römisch-deutsche Königswürde mit dem Anspruch auf das (). Dieses nahm unter den Ottonen eine Stellung im westlichen Europa ein. 1024 traten die die Königsnachfolge an, die bis zum Ende des Mittelalters stets an eine Wahl durch verschiedene des Reichs gekoppelt war. Die Verzahnung weltlicher und geistlicher Macht durch das führte zum mit dem Papsttum, zum 1077 und zur Zwischenlösung des 1122. Einen Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Papst in Zeit, insbesondere unter, der im deutschen Reichsteil viele aufgab. Mit seinem Tod 1250 brach die staufische Königsherrschaft zusammen; das folgende vergrößerte die Macht der Fürsten. Das Kaisertum bestand als politischer Ordnungsfaktor fort, verlor aber auf europäischer Ebene zunehmend an Einflussmöglichkeiten.

In Form der verselbstständigten sich zahlreiche Feudalherrschaften zu Lasten der königlich-kaiserlichen Macht, die aber nie stark ausgeprägt gewesen und deshalb auf mit den des Reiches angewiesen war. Kaiser war Ende des 12. Jahrhunderts mit dem Versuch gescheitert, durch den die einzuführen. Während sich das Westfrankenreich zum französischen Zentralstaat entwickelte, blieb das ostfränkische oder römisch-deutsche Reich durch und das Recht der geprägt. Mitte des 13. Jahrhunderts setzte sich im Heiligen Römischen Reich – die Bezeichnung Sacrum Imperium (Heiliges Reich) wurde bereits 1157 gebraucht, Sacrum Imperium Romanum (Heiliges Römisches Reich) erstmals gesichert 1254 – die Auffassung durch, dass einem Kollegium von die zustehe, was durch die 1356 verbindlich festgeschrieben wurde. Bis zum Ende des Reiches 1806 blieb das Reich somit formal eine Wahlmonarchie. Obwohl die Kaiser wiederholt versuchten, ihre Position zu stärken, blieb das Reich ein Verband vieler verschieden großer sowie.

Das 14. und 15. Jahrhundert war vom Wahlkönigtum geprägt: Drei große Familien – die, die und die – verfügten über den größten Einfluss im Reich und über die größte. Als bedeutendster König gilt, der eine geschickte betrieb. Trotz Krisen wie der (), der und des florierten die Städte und der Handel; es begann der Übergang in die. Im Reich traten die Habsburger das Erbe der Luxemburger an, die 1437 in männlicher Linie ausstarben, und stellten bis zum Ende des Reichs fast kontinuierlich die römisch-deutschen Herrscher. Durch geschickte Politik sicherten sich die Habsburger zusätzliche Territorien im Reich und sogar die spanische Königskrone: Habsburg stieg damit zur europäischen Großmacht auf.

An der Wende zum 16. Jahrhundert scheiterte der Versuch weitgehend, durch eine umfassende staatliche Strukturen herzustellen. Ab 1519 verfolgte Kaiser, zugleich mit überseeischem, das Konzept einer. Seine Vorherrschaft in Europa begründete den jahrhundertelangen. 1517 stieß durch Forderungen nach innerkirchlichen und theologischen Reformen und eine anti-päpstliche Haltung die an, was zur Herausbildung „“ führte. Der Katholizismus reagierte mit der, doch behauptete sich die evangelische Kirche in weiten Teilen des Reiches. Der 1555 schaffte einen vorläufigen Ausgleich; Landesherren bestimmten die Konfession ihrer Untertanen (). Konfessionelle und machtpolitische Gegensätze lösten den (1618–1648) mit vielen Todesopfern und verheerten Landschaften aus, beendet durch den, der dem Kaiser eine geschwächte, eher auf die Repräsentation des Reichs beschränkte Stellung zuwies (siehe ). Die gingen gestärkt aus diesem Konflikt hervor; sie konnten mit auswärtigen Mächten Verträge abschließen. Das Reich wurde dadurch de facto zu einem, blieb es ein monarchisch geführtes und ständisch geprägtes Herrschaftsgebilde. Ab 1663 erörterten Kaiser und Reichsfürsten ihre politischen Angelegenheiten durch Gesandte permanent ().

Frankreich unter besetzte mehrere Reichsterritorien in einer gezielten Expansion () und wirkte als Vorbild des, der im Reich nicht die königliche Zentralgewalt, sondern einzelne Fürstentümer zu bürokratisch organisierten Staaten werden ließ. Manche Herrscher, insbesondere, öffneten sich dem philosophischen Zeitgeist und führten Reformen durch (). Der politische Aufstieg im 18. Jahrhundert führte zum mit dem Hause Habsburg. Nach der besetzten deren Truppen das, und nach den weiteren Eroberungen legte der letzte Kaiser 1806 die Krone nieder, womit das Reich erlosch.

Rheinbund, Deutscher Bund, Norddeutscher Bund (1806–1871)

→ Hauptartikel:,, und

Unter Napoleons Einfluss war zwischen 1801 und 1806 die Anzahl der Staaten im Gebiet des „Alten Reiches“ von etwa 300 auf etwa 60 verringert worden. Den deutschen Westen und Nordwesten annektierte Frankreich und schuf deutsche, deren Throne Napoleon mit Familienangehörigen besetzte (,, ). Einige deutsche Staaten baute Napoleon zu Bündnispartnern auf, vor allem, und, indem er sie um die Gebiete der und Kleinstaaten erweiterte und im mit Frankreich verbündeten vereinigte. Dieser folgte mit den von Napoleon besiegten und dem dadurch dreigeteilten, als Machtfaktor ausgeschalteten Heiligen Römischen Reich nach. Die „“ brachte den Rheinbundstaaten erhebliche Modernisierungsanstöße, unter anderem bürgerliche Freiheiten, durch die Einführung des. Auch in Preußen wurden ab 1806 tiefgreifende unternommen, um aus Untertanen und den Staat wieder handlungs- und wehrfähig zu machen.

Ab 1809 regte sich Widerstand gegen französische Besatzung und Herrschaft; diverse Aufstände, etwa von in und in Preußen, wurden zunächst niedergeschlagen. Nach Napoleons Niederlage im begannen Preußen und Österreich im Bündnis mit dem die (1813–1815), die den Deutschen ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl brachten, zunächst unter protestantischen Akademikern, etwa im, das auch als Ursprung der Farben gilt. Die meisten Rheinbundstaaten schlossen sich den Verbündeten an, die nach dem Sieg bei der 1813 Napoleon bis 1815 endgültig besiegten.

Anschließend der (1814–1815) weitgehend die monarchische Herrschaft. Im, einem von Österreich und Preußen dominierten, organisierten sich 38 Staaten (→ ) mit dem Frankfurter als Entscheidungsgremium. 1833/1834 wurde der unter preußischer Vormacht geschaffen. Im unterdrückte die alte Herrschaftselite das wirtschaftlich erstarkende (), das weiter politische Teilhabe und die Bildung eines forderte, so 1817 beim studentischen und 1832 beim mit dem Hissen von, den späteren Nationalfarben.

1867: Der Norddeutsche Bund

Mit der bürgerlichen mussten viele konservative Politiker abtreten, unter ihnen der epochenprägende österreichische Staatskanzler. Unter dem Revolutionsdruck in Berlin akzeptierte der preußische König die Einrichtung der. Deren, die einen deutschen Nationalstaat als „“ mit konstitutioneller Monarchie geschaffen hätte, lehnte er jedoch ebenso ab wie die ihm, die er als bürgerliche „Lumpenkrone“ bezeichnete. Nach Niederschlagung des endete die Revolution am 23. Juli 1849 mit der Einnahme der durch preußische Truppen. Das Scheitern der führte zu Flucht und Auswanderung der „“ und zu einer in den deutschen Staaten.

Bald danach brach der Konflikt Preußens mit Österreich um die Vormacht im Deutschen Bund auf (), der in Preußens Sieg im 1866 endete. Der Deutsche Bund wurde aufgelöst, Preußen annektierte etliche Gebiete nord- und mitteldeutscher Kriegsgegner. 1866 wurde unter Vorherrschaft Preußens der zunächst als gegründet. Seine Verfassung von 1867 machte ihn zum souveränen und leitete die ein – also eine deutsche Gesamtstaatsbildung ohne Österreich.

Deutsches Kaiserreich (1871–1918)

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Das Deutsche Reich als erster deutscher wurde im am 18. Januar 1871, indem der preußische König im zum ersten ausgerufen wurde. Neben den süddeutschen Staaten wurden die überwiegend polnischsprachige, das teils dänischsprachige und teils deutschsprachige Gebiete Frankreichs, das „“, eingegliedert.

hatte als preußischer Ministerpräsident die Reichsgründung betrieben und wurde erster. Seine Politik stützte die Macht der Monarchie, war aber auch auf Modernisierung ausgelegt und ambivalent; Gesetze zur Schule und Zivilehe waren teils liberal. Für den galt ein (für Männer). Gegen die katholische Kirche führte Bismarck den, gegen die erließ er ab 1878 die und versuchte, die Arbeiter durch eine an den Staat zu binden. Die sorgte für Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, und eine breite Steigerung des Lebensstandards; Deutschland stieg zur größten Volkswirtschaft Europas auf.

Bismarcks Außenpolitik sah in einem die Isolierung Frankreichs mit Deutschland als Macht in der Mitte Europas vor. Nachdem deutsche Kaufleute und Vereine private Kolonialpolitik betrieben hatten, wurde das Reich auf der Berliner 1884 trotz Bismarcks Skepsis zur. Im „“ 1888 kam an die Macht, forderte für das wirtschaftlich und militärisch aufgestiegene Deutsche Reich die Anerkennung der bisherigen Großmächte („“) und bemühte sich um Kolonienerwerb und im. Das herausgeforderte England schloss daraufhin in einem neuen Bündnissystem () statt Frankreich nun Deutschland aus. Diese Spannungen lösten 1914 den aus, einen verlustreichen ; mehr als zwei Millionen deutsche Soldaten starben, rund 800.000 Zivilisten verhungerten.

Weimarer Republik (1919–1933)

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Deutsches Reich 1919–1937

Mit der und der der der am 9. November 1918 endete die im Deutschen Reich, das mit seiner Kapitulation die Niederlage im Ersten Weltkrieg einräumte. Nach der Wahl der verfassunggebenden – bei der erstmals Frauen aktiv und passiv wahlberechtigt waren – trat die am 14. August 1919 in Kraft. Im wurden erhebliche Gebietsabtretungen, die und auf Grundlage einer festgeschriebenen deutschen bestimmt. Diese Ausgangslage belastete das politische Klima; Rechtsextreme verbreiteten die gegen die „“, was zu und führte ( 1920 und 1923). Auch Aufstände wie der 1920, die 1921 und der 1923 sorgten für Instabilität. Unzureichende Reparationsleistungen nahmen Belgien und Frankreich zum Anlass, in den Jahren 1923 bis 1925 auch das.

In den kurzen „“ blühte die Kultur und ab 1924 auch die. war mit über vier Millionen Einwohnern die drittgrößte und eine der dynamischsten Städte der Welt. Die endete 1929 mit der, auf deren Höhepunkt 1932 es in Deutschland mehr als sechs Millionen gab, die größtenteils in Elend lebten. Radikale Parteien fanden starken Zulauf, sodass es für die gemäßigten Parteien zunehmend schwieriger wurde, stabile Regierungen zu bilden. Nach dem Erdrutschsieg der Nationalsozialisten bei der verfügten die in rascher Folge wechselnden Reichskanzler über keine parlamentarische Mehrheit mehr; ihre waren vom und dessen abhängig. Die des Reichskanzlers verschärfte die wirtschaftliche Krise. Dessen Nachfolger (Juni–November 1932) unterstellte die demokratische Regierung Preußens einem Reichskommissar („“) und ließ Neuwahlen abhalten, bei denen die Nationalsozialisten noch stärker wurden.

Reichskanzler versuchte durch eine „“ von und Teilen der Nationalsozialisten eine zu verhindern, von Papen aber überredete den widerwilligen Hindenburg, Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler zu ernennen. Am 27. Februar kam es zum – bis heute unaufgeklärten –, den Hitler zu einer nutzte, auf unbestimmte Zeit die Grundrechte außer Kraft zu setzen. Die folgenden Massenverhaftungen politischer Gegner, insbesondere von Kommunisten und Sozialdemokraten, prägten die, bei der die NSDAP die absolute Mehrheit knapp verfehlte und mit der reaktionären weiterregierte. Die endgültige Machtübernahme erfolgte fünf Tage später, als der Reichstag mit den Stimmen der bürgerlichen Parteien, allein gegen die Stimmen der, das verabschiedete und damit Hitlers Regierung auch die überließ.

Nationalsozialistische Diktatur (1933–1945)

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Die errichtete im Deutschen Reich innerhalb kürzester Zeit einen unter Führung Adolf Hitlers und der des Staatsapparats. Missliebige Personen und politische Gegner, insbesondere Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter, wurden aus allen Behörden entfernt, erste wurden errichtet, und Kunst für „“ erklärt. durchdrang auch das Privatleben; bereits auf Kinder wurde Druck ausgeübt, den Parteiorganisationen beizutreten. Im Oktober 1933 verkündete Hitler den Austritt Deutschlands aus dem. Er sicherte seine Herrschaft im Inneren, indem er auch innerparteiliche Gegner und ehemalige Weggefährten ermorden ließ, insbesondere in der am 30. Juni 1934, nach der er die SA zugunsten der ihm bedingungslos ergebenen entmachtete. Die Generalität der legte auf ihn persönlich ihren ab. Die wurde als politische Polizei zur Bekämpfung der politischen und ideologischen Gegner eingesetzt.

Von Beginn an hatte Hitler zwei Ziele, einen Angriffs- und zur Schaffung von „“ und die, die mit Diskriminierung, Demütigung und Ausgrenzung begann und im endete. 1934 begann die Ausrichtung der Wirtschaft auf Kriegsrüstung mittels Arbeitsprogrammen, einer enthemmt expansiven Geldpolitik und Schuldenwirtschaft. Die Senkung der wurde von der Bevölkerung als Einlösung wirtschaftlicher Versprechen begrüßt. Die wurden immer schlechter gestellt; die 1935 bestraften Beziehungen zwischen „“ und Juden als „“ schwer. Juden verloren alle öffentlichen Ämter, wurden willkürlich verfolgt, bestohlen und erpresst und schließlich mit einem völligen Berufsverbot belegt, alle Unternehmen wurden enteignet („“). Immer häufiger wurden auch Juden in Konzentrationslager eingewiesen. Viele fassten den Entschluss zur, die meisten aber blieben in Deutschland.

Die rassistische NS-Ideologie zur Schaffung einer „gesunden“ „“ (vgl. ) richtete sich gegen zwei weitere Gruppen, und Slawen. Nicht als, aber als die bedrohend drangsalierten und ermordeten sie auch, und „“. Zugleich feierte das Regime ; 1936 verbesserten die das Ansehen im Ausland, das entmilitarisierte wurde. Die Expansion begann mit dem 1938, woraufhin Deutschland als „“ bezeichnet wurde, und der Annexion zuerst des und dann im März 1939 des restlichen, was die bisherige des westlichen Europa gegenüber Hitler als Fehler offenbarte.

Nachdem das Deutsche Reich am 1. September 1939 den begonnen hatte, erklärten Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg. Der forderte in sechs Jahren etwa 55 bis 60 Millionen Tote. Deutschland gelangen zunächst einige als bezeichnete militärische Erfolge. wurde im zwischen Hitler und aufgeteilt, die warf anschließend ihre Armeen nach Westen, überfiel die neutralen Staaten Luxemburg, Belgien und Niederlande und besetzte 1940 innerhalb von sechs Wochen Frankreich. Hitlers Popularität erreichte ihren Höhepunkt.

Mit Kriegsbeginn verschlechterte sich auch die Lage der Juden und der anderen Verfolgten. Die Ausreise wurde verboten, die Juden wurden in gezwungen und mussten den „“ tragen. Unter unzureichender Verpflegung und Seuchen starben viele bei der. Im Jahre 1941 begann die. Die mit der Ausführung vor allem beauftragte SS errichtete auf ehemals polnischem oder sowjetischem Gebiet, in denen die meisten Opfer, in herangebracht, sofort vergast wurden (siehe ). Allein in wurden auf diese Art über eine Million Menschen ermordet. Insgesamt beläuft sich die Zahl der ermordeten Juden auf 6,3 Millionen.

Zwischenzeitlich hatte Hitler der Sowjetunion den Krieg erklärt (). Ab Juni 1941 marschierte das Heer auf Moskau vor und wurde erst im Dezember gestoppt. Nachdem der Kriegsverbündete Japan im selben Monat die amerikanische Marine in überfallen hatte, erklärte Deutschland auch den den Krieg. Mangelnde Ressourcen und die Übermacht des Gegners ließen bald die Kriegswende eintreten, die sich in der verlorenen mit der völligen Aufreibung der manifestierte. Je unvermeidlicher die Niederlage wurde, desto härter wurde die Politik nach innen geführt. Im „“ wurde die gesamte Produktion auf den Krieg ausgerichtet, während die deutschen Armeen an fast allen Fronten zurückwichen und zahlreiche deutsche Städte durch den zerstört wurden. Als sowjetische Armeen schon Berlin eingenommen hatten, nahm sich Hitler am 30. April 1945 im das Leben. Die folgte am 8. Mai, die wurde in - am 23. Mai 1945 verhaftet. Die überlebenden politischen und militärischen Hauptverantwortlichen wurden in den verurteilt.

Alliierte Besatzung (1945–1949)

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Deutschland wurde in den aufgeteilt; am 5. Juni 1945 legten die – USA, UdSSR, Großbritannien und – Besatzungszonen fest und übten sodann westlich der die in ihrer jeweiligen Zone und gemeinsam mittels einer über aus. Die, ein Viertel der Reichsfläche, wurden durch das ausgegliedert und auf Betreiben Stalins großenteils unter polnische und im nördlichen Ostpreußen unter sowjetische Verwaltung gestellt (). Die Westmächte billigten dieses Vorgehen widerstrebend; die meisten deutschen Bewohner dieser Gebiete wurden, ein Fünftel der früheren Reichsbevölkerung. Die wurde in den Grenzen von 1938 wiederhergestellt. 1946/1947 wurde das aus dem Besatzungsgebiet ausgegliedert und unter direkte französische Verwaltung gestellt.

Die Vier Mächte bemühten sich anfangs noch um eine gemeinsame Besatzungspolitik. Einig war man sich über eine Demilitarisierung und die sogenannte ; schon bei der Frage, was unter zu verstehen sei, zeigten sich Differenzen zwischen der Sowjetunion und den Westmächten, die sich im beginnenden verschärften. In den drei Westzonen stellten die Westalliierten die für den Wiederaufbau bedeutende unter das. Mit der im Juni 1948 und der zeitgleichen Aufhebung der Preisbindung und Bewirtschaftung setzte der eine vor allem psychologisch bedeutsame wirtschaftliche Zäsur; mit der wenige Tage später folgenden Währungsreform in der und der durch die UdSSR vertiefte sich die Trennung zwischen Ost und West.

Bundesrepublik Deutschland und DDR (1949–1990)

Hauptartikel:,  und

Deutschland entsprechend der ab 1958 von der Sowjetunion und der DDR vertretenen, die sich nicht durchgesetzt hat: Bundesrepublik, West-Berlin und DDR

Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 in den drei westlichen Besatzungszonen gegründet und das als provisorische Verfassung in Kraft gesetzt, dessen Präambel ein enthielt; wurde Hauptstadt. In der wurde am 7. Oktober 1949 die (DDR) gegründet. Beide Staaten sahen sich jeweils in Kontinuität eines Staates und. Beide blieben unter. Mit der Integration in die entgegengesetzten Militärbündnisse und erhielten sie 1955 ihre Unabhängigkeit (siehe, ). Bei den Alliierten verblieben die Verantwortung für und ihre Rechte in Berlin.

Während in der DDR eine staatlich gelenkte errichtet wurde, entschied sich die Bundesrepublik für eine mit geringem staatlichem Einfluss. Die sowjetische sorgte mit hohen Reparationsforderungen (vor allem ) für schwierige Startbedingungen auf dem Gebiet der DDR, während in der Bundesrepublik mit ausländischer Hilfe () ein „“ einsetzte, das zu anhaltend hohen Wachstumsraten, Vollbeschäftigung und Wohlstand führte.

Bornholmer Straße in Westberlin am 10. November 1989. Einen Tag nach dem bereitet ein Spalier Besuchern aus der DDR einen ersten Empfang.

Der durch Mitteleuropa teilte auch Deutschland; die fortgesetzte ließ die DDR die zunehmend abriegeln, bis sie 1961 unter dem langjährigen SED-Generalsekretär durch den Bau der vollständig geschlossen wurde, was selbst familiäre Kontakte zwischen West- und Ostdeutschland stark erschwerte. Wer die trotzdem versuchte, wurde gewaltsam aufgehalten (siehe, Grenz- und ).

Außenpolitisch setzte der langjährige Bundeskanzler für die Bundesrepublik die und die Beteiligung am wirtschaftlichen Zusammenschluss Westeuropas durch, der mit der 1952 begann. Der 1963 begründete die als Motor der. Die DDR wurde im September 1950 Vollmitglied im östlichen (RGW).

Im Innern der DDR wurde durch die Staatspartei und durch wie die der Sozialismus verbindlich festgeschrieben; freie Wahlen gab es nicht mehr, der wurde niedergeschlagen. Abweichende Meinungen wurden durch und die umfassende Überwachung der Geheimpolizei verfolgt; dagegen bildete sich Protest in einer, die sich durch die 1976 radikalisierte. In der sich durch liberalisierenden Bundesrepublik verstärkten sich Forderungen nach einem gesellschaftlichen Wandel und nach, da die NS-Eliten weitgehend unbehelligt geblieben waren – insbesondere durch die. Gegen die 1966 gebildete mit ihren entstand eine. Die unter baute ab 1969 den Sozialstaat und gesellschaftliche Freiheiten aus; die auf mit Osteuropa zielende „“ brachte Brandt 1971 den und Kritik von konservativer Seite ein.

Im Jahr 1973 wurden Bundesrepublik und DDR. Die Planwirtschaft der DDR hatte neben zunehmenden Versorgungsproblemen () mit der demographischen Entwicklung zu kämpfen, der der von 1971 bis 1989 regierende durch massive Familienförderung begegnete. Die gilt ebenso wie die erreichte soziale Gleichheit und Sicherheit als teilweise erfolgreich. Die 1970er-Jahre waren in der Bundesrepublik durch steigende Verschuldung und Arbeitslosigkeit nach der und dem Terror der linksradikalen geprägt. Bundeskanzler (SPD) verlor wegen seiner Unterstützung des – angegriffen von der Friedensbewegung, tipps zum kennenlernen einer frau Teil der entstehenden – den internen Rückhalt und wurde 1982 von (CDU) abgelöst, der 1989 die Chance zur Wiedervereinigung Deutschlands ergriff.

Die Unzufriedenheit der DDR-Bevölkerung war im ständigen, durch das unterstützten Systemvergleich angewachsen. Ende der 1980er-Jahre bildete sich mit der in der Sowjetunion auch in der DDR eine Protestbewegung, die in der im Herbst 1989 durch eine Ausreisebewegung über den löchrig gewordenen Eisernen Vorgang und durch die politische Führung unter Druck setzte („“) und zum Rücktritt Honeckers führte. Am 9. November 1989 ließ die DDR-Führung die nach einem Massenansturm auf die Grenzübertrittsstellen öffnen und gewährte, Kohl lenkte die Entwicklung ab seinem Ende November in Richtung nationaler Einheit („“) unter Erhaltung der militärischen und politischen Westbindung. Bei der ersten freien gewann das von der geführte Parteienbündnis „Allianz für Deutschland“, das auf eine schnelle Wiedervereinigung setzte. Diese wurde in den nächsten Monaten im und mit den Vertretern der Alliierten im Rahmen der „“ ausgehandelt.

Wiedervereinigtes Deutschland (seit 1990)

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Deutschlands Außengrenzen seit der Wiedervereinigung 1990; die innerstaatlichen Grenzen zeigen den Stand nach dem 29. Juni 1993.

Die wurde am 3. Oktober 1990 mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen; dieser wurde. Der 1991 in Kraft getretene regelte die endgültig: Die gaben ihre Hoheitsbefugnisse auf, bis Ende 1994 verließen deren Truppen das Land, das wiedervereinigte Deutschland erhielt die volle staatliche. Es verpflichtete sich zur Abrüstung auf maximal 370.000 Soldaten. Mit dem am 14. November 1990 in Warschau unterzeichneten erkannte Deutschland die an; das Territorium östlich davon wurde damit völkerrechtlich endgültig polnisch. Das wurde durch eine Politik der Aussöhnung mit den östlichen Nachbarn ergänzt, zuerst, dann. Außenpolitisch setzte sich Regierung unter Bundeskanzler Kohl für eine mit Bildung der, der und der -Einführung ein.

Der Bundestag machte 1991, in die Regierung und Parlament 1999 zogen (siehe und ). Nach kurzem Wiedervereinigungboom waren die 1990er-Jahre von wirtschaftlicher Stagnation, Massenarbeitslosigkeit und „“ geprägt. Insbesondere die entwickelten sich nach der Einführung der Marktwirtschaft nicht so schnell wie erhofft („“). Gründe dafür waren vor allem die unzureichende Infrastruktur und Industrie auf dem Gebiet der früheren DDR und die starke in den Westen und der damit einhergehende. 1991 bis 1993 kam es zu einer. Erst in den 2000er-Jahren stabilisierten sich die neuen Länder sozial und wirtschaftlich.

Bei der verlor Kohls ihre Bundestagsmehrheit, die bisherigen Oppositionsparteien SPD und bildeten die erste unter Bundeskanzler, die tiefgreifende Veränderungen in der Sozial-, Renten- und Gesundheitspolitik () durchsetzte. Ökologie erhielt stärkeres Gewicht, etwa mit dem Beginn des. Zu den gesellschaftspolitischen Liberalisierungen zählten das und ein neues. Der erste Kampfeinsatz deutscher Soldaten seit dem Zweiten Weltkrieg – 1999 im  – markierte einen Wendepunkt der Außenpolitik. Nach sicherte Schröder den USA die „uneingeschränkte Solidarität“ zu; Deutschland nahm am teil, aber nicht am, was den „Friedenskanzler“ Schröder populär machte.

Die -Arbeitsmarktgesetzgebung von 2004, die Leistungen reduzierte und individuelle Fördermaßnahmen ausbaute, wurde von vielen als ungerecht empfunden. Das führte zu und einer vorgezogenen, woraufhin (CDU) Bundeskanzlerin wurde. Ihre war mit dem Zusammenbruch von Banken und der Wirtschaftsleistung in der konfrontiert. Seit 2010 ist Deutschland an den Stützungsmaßnahmen zur Bekämpfung der beteiligt. Die und die waren die wichtigsten Herausforderungen der letzten Jahre; 2015 wurden etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge in Deutschland registriert., islamfeindliche und Bewegungen wie und die Partei erstarkten zeitweilig.

Politik

Hauptartikel:  und

Staatsgründung

Die Bundesrepublik Deutschland ist als und nach und des identisch mit dem und seinem Vorläufer, dem, und steht damit seit 1867 in einer staatlichen Kontinuität (siehe ). Die geben Auskunft über das Selbstverständnis des jeweiligen Staates. Nachdem Deutschland 1945 von den, den Siegermächten des Weltkriegs, besetzt worden war, wurde das der in entstandenen Bundesrepublik am 23. Mai 1949 verkündet und zum Folgetag in Kraft gesetzt. Es war durch die und bis 1955 durch das in seinem Geltungsbereich beschränkt. Im östlichen Teil Deutschlands wurde 1949 die DDR als eigener Staat gegründet und erhielt eine, die 1968 ersetzt und 1974 revidiert wurde. Den provisorischen Charakter verlor das Grundgesetz mit der, indem die DDR seinem Geltungsbereich zum 3. Oktober 1990 beitrat. Mit dem Ende der erlangte das vereinte Deutschland volle Souveränität.

Politisches System

Hauptartikel:

Das Grundgesetz (GG) ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. ist der mit vor allem repräsentativen Aufgaben. folgen ihm der, der und der jeweils amtierende, der den Bundespräsidenten vertritt. und ist.

legt – durch die gesichert – fest, dass Deutschland als, und sein muss. ist eine. Die Bundesstaatlichkeit ist in zwei im gegliedert: die, die den Gesamtstaat Deutschland nach außen vertritt, und die Länderebene, die in jedem der 16 existiert. Jede Ebene besitzt eigene der (ausführende Gewalt), (gesetzgebende Gewalt) und (rechtsprechende Gewalt). Die Länder wiederum bestimmen die Ordnung ihrer Städte und Gemeinden; beispielsweise sind fünf Länder in insgesamt 22 untergliedert. Die Länder haben sich eigene gegeben; ihnen kommt grundsätzlich Staatsqualität zu, sie sind jedoch beschränkte Völkerrechtssubjekte, die nur mit Einwilligung der Bundesregierung eigene Verträge mit anderen Staaten eingehen dürfen ( Abs. 3, Abs. 1 GG). Die Bundesrepublik kann als die Verbindung ihrer Bundesländer angesehen werden und erhält erst dadurch Staatscharakter, ist also im eigentlichen Sinne.

Dreieck mit dem Bund an der Spitze, darunter in Schichten die Bundesländer, optional Regierungsbezirke, (Land-)Kreise, optional Gemeindeverbände und Gemeinden. Die strikte Schichtung wird durchbrochen durch Stadtstaaten und Kreisfreie Städte, die Aufgaben mehrerer Schichten wahrnehmen.
Vertikale Staatsstruktur Deutschlands

des Bundes sind der und der. Bundesgesetze werden vom Bundestag mit beschlossen. Sie werden wirksam, wenn der Bundesrat keinen eingelegt oder hat ( GG). Eine ist nur mit der der Mitglieder des Bundestages und des Bundesrates möglich ( Abs. 2 GG). In den Bundesländern entscheiden die über die Gesetze ihres Landes. Obwohl die Abgeordneten nach dem Grundgesetz sind ( GG), dominieren in der Praxis der Vorentscheidungen in den, die an der politischen Willensbildung mitwirken ( GG).

Die zur Gesetzgebung liegt bei den Bundesländern, wenn nicht eine Gesetzgebungsbefugnis des Bundes besteht ( bis 72 GG) – nämlich eine oder in bestimmten Fällen der.

Die wird auf Bundesebene durch die gebildet, die der als leitet. Auf Länderebene leiten die, in den und die Präsidenten des Senats, in Berlin der die Exekutive. Auch die Länder sind und deren Regierungschefs durch die, bzw. das gewählt. Die Verwaltungen des Bundes und der Länder werden jeweils durch die geleitet.

Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder gewählt ( GG), seine Amtszeit endet mit der Wahlperiode des Bundestages ( Abs. 2 GG). Vor deren Ablauf kann der Bundeskanzler gegen seinen Willen nur dadurch aus dem Amt scheiden, dass der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt ( GG, sogenanntes ). Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers ernannt ( Abs. 1 GG), sie und der Bundeskanzler bilden die Bundesregierung ( GG), deren der Bundeskanzler innehat ( Satz 1 GG). Die Führungsaufgabe in der deutschen „Kanzlerdemokratie“ kommt dem Bundeskanzler zu. Der Kanzler nominiert auch den deutschen Kandidaten für das Amt eines.

Die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Ausführung der Bundesgesetze obliegt grundsätzlich den Bundesländern, sofern das Grundgesetz keine abweichende Regelung trifft oder zulässt (, GG).

Im 2016 belegte Deutschland Platz 13 von 167 Ländern und gilt damit als eine „vollständige Demokratie“.

Staatshaushalt

Hauptartikel:  und

Der umfasste 2016 Ausgaben von 1.388 und Einnahmen von 1.414 Milliarden, also einen kleinen Haushaltsüberschuss von 26 Milliarden oder 0,8 Prozent des (BIP).

Die lag gemäß im Jahr 2016 bei 2.140 Milliarden Euro (inklusive Schulden der deutschen ), was einer von 68,3 % entspricht. Im Mai 2017 lag die Staatsverschuldung von Deutschland wieder unter zwei Billionen Euro.

Deutschland, dessen Staatsanleihen genannt werden, erhält von den drei großen, und die bestmögliche. Die große Nachfrage nach den als sichere Anlage geltenden Bundesanleihen hat in den letzten Jahren die Zinsen deutlich gesenkt und teilweise sogar zu geführt, was einen Hauptgrund für Deutschlands Haushaltsüberschuss darstellt.

Neben verschiedenen (zum Beispiel ) erzielt der Staat einen Großteil seiner Einnahmen aus Steuern vom und Ertrag: Hierzu zählen, sowie. Insofern Produkte oder Dienstleistungen der unterliegen, beträgt der Steuersatz in Deutschland 19 (allgemeiner Satz) oder 7 Prozent (ermäßigter Satz, zum Beispiel Lebensmittel). Umgangssprachlich und im wird die Umsatzsteuer auch Mehrwertsteuer genannt. Laut einer -Studie aus dem Jahr 2014 haben Deutsche durch die hohen Steuern und weitere Abgaben wie Sozialversicherungsbeiträge die weltweit höchste, noch vor den.

Parteienlandschaft

Zweitstimmen der Bundestagswahlen seit 1949 und Bundesregierungen

Hauptartikel:  und

Parteien wirken gemäß GG an der politischen Willensbildung des Volkes mit. Die Parteienlandschaft wird durch die im Bundestag vertretenen Parteien geprägt, ihm gehören seit Bestehen die beiden, die und die (in und ), an. Von den kleineren Parteien sind dort nach der außerdem und sowie die und die vertreten, die 2013 beide an der gescheitert waren.

Alle genannten Parteien sind in den vertreten. Nahezu allen einflussreichen Parteien stehen zur Seite, weitere politische umfassen etwa,, Wirtschaftsvereine, Kommunalorganisationen und internationale Verbände. bestimmen den politischen Diskurs – rechtlich unabhängig von den Parteien – mit.

Europapolitik

Deutschland ist Gründungsmitglied des und der, die mittels zunächst vorwiegend wirtschaftlicher in den 1990er-Jahren zur politischen (EU) zusammenwuchsen. Die Bundesrepublik Deutschland trat 1990 der bei und ist Teil des. Seit 2002 ist der als Zahlungsmittel eingeführt und hat in der Bundesrepublik die abgelöst. Deutschland ist zudem Teil des und der justiziellen und polizeilichen Zusammenarbeit mithilfe von und. Die der EU bestimmt die deutsche Außenpolitik mit. Den Rechtsrahmen der deutschen in der EU setzt.

In Deutschland haben mehrere EU-Institutionen ihren Sitz, die in Frankfurt am Main, die als Euro-Notenbank und oberste Bankenaufsicht agiert, die in Köln, die in Frankfurt am Main und das in München.

Außen- und Sicherheitspolitik

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Die Leitlinien deutscher Außenpolitik sind die Westbindung und die europäische Integration. Sicherheitspolitisch zentral ist die Mitgliedschaft im transatlantischen Verteidigungsbündnis seit 1955.

Während des war der Spielraum westdeutscher Außenpolitik begrenzt. Als eines der wichtigsten Ziele galt die. Militäreinsätze im Ausland kamen nicht in Frage. Laut Grundgesetz darf sich die Bundeswehr an nicht beteiligen, ihre Aufgabe besteht lediglich in der Landes- und Bündnisverteidigung. Die von der sozialliberalen Koalition ab 1969 initiierte „Neue “ unter dem Motto Wandel durch Annäherung, die wichtige Verbündete zunächst skeptisch sahen, konnte eigenständige Akzente setzen und wurde von der liberalkonservativen Regierung ab 1982 fortgeführt. Seit der Wiedervereinigung trägt Deutschland international größere Verantwortung; seit 1991 nimmt die unter Aufsicht des Bundestages und zusammen mit verbündeten Armeen an friedenserhaltenden und -erzwingenden Einsätzen außerhalb Deutschlands und des Territoriums der NATO-Verbündeten teil (Out-Of-Area-Einsätze). Die Bundesregierung lehnte den 2003 ab und stellte sich damit gegen den wichtigen Verbündeten USA.

Traditionell spielt Deutschland zusammen mit Frankreich eine führende Rolle in der Europäischen Union. Deutschland treibt die Bemühungen voran, über die hinaus eine einheitliche, wirkungsvolle zu schaffen. Weitere außenpolitische Ziele sind die Verwirklichung des zum Klimaschutz sowie die weltweite Anerkennung des. Besonderes Interesse hat Deutschland an einer friedlichen Lösung des, die es vor allem durch informelle Kontaktmöglichkeiten zwischen den beteiligten Parteien unterstützt. Zusammen mit den Verbündeten Großbritannien und Frankreich bemüht sich die Bundesrepublik, den im Dialog dazu zu bewegen, auf die Weiterführung seines zu verzichten.

Im Jahr 2006 veröffentlichte das ein neues, das die Einbettung der Bundeswehr in friedenssichernde Maßnahmen auch in entlegenen Regionen der Erde vorsieht.

Militär

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Nach ihrer Gründung 1949 durfte die Bundesrepublik Deutschland zunächst keine eigenen Streitkräfte aufstellen. Unter dem Eindruck des und der Osteuropas wurde es der Bundesrepublik im Rahmen der gestattet, 1951 den paramilitärischen als Grenzpolizei und 1955 Streitkräfte aufzustellen, um der beizutreten. Nach der Wiedervereinigung wurden Teile der (NVA) der DDR in diese Streitkräfte eingegliedert.

Die als Bundeswehr bezeichnete militärische Gesamtorganisation besteht aus den Streitkräften und ihrer Verwaltung. Die Streitkräfte gliedern sich in die, und sowie die unterstützenden Organisationsbereiche und. Nach Ende des Kalten Krieges wurde die Gesamtstärke der Bundeswehr von rund 500.000 bis 2015 schrittweise auf 180.000 Soldaten reduziert. Im wurde eine maximale Friedensstärke von 370.000 deutschen Soldaten völkerrechtlich bindend festgelegt. Seit 2001 haben auch Frauen uneingeschränkten Zugang zum Dienst in den Streitkräften. Ihr Anteil beträgt 10,6 Prozent der Soldaten (Stand 2015). Rund 2.700 deutsche Soldaten befanden sich im Ausland im Einsatz. Die Reform seit Aussetzung der 2011 sieht eine stetige personelle Stärke von 185.000 Soldaten und 55.000 zivilen Mitarbeitern vor. Durch die veränderten Aufgaben seit 1990 hat eine langfristige Reform der Streitkräfte eine Reduzierung des schweren Geräts (, ) zugunsten leichteren, für globale Einsätze besser geeigneten Materials zum Ziel.

Die Bundeswehr ist als erste Armee eines deutschen Nationalstaates eine, über deren Einsätze ausschließlich der Bundestag auf Vorschlag der Bundesregierung entscheidet. Sie distanziert sich in ihrem Selbstverständnis sowohl von der der als auch von der NVA. Sie bezieht sich auf die um 1810, die Befreiungskriege gegen Napoleon und den militärischen (siehe ). Für die Soldaten gilt das Leitbild des „“. Als bedeutendstes militärisches Zeremoniell gilt der, öffentlichkeitswirksam sind die häufig außerhalb militärischer Anlagen durchgeführten der Soldaten.

Die Bundesrepublik Deutschland gab im Jahr 2015 32,97 Milliarden Euro für die Bundeswehr aus, den siebtgrößten weltweit, der mit einem Anteil von etwa 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts unter dem Durchschnitt der NATO-Mitgliedstaaten liegt (2,3 Prozent).

Polizei und Nachrichtendienste

Hauptartikel:  und

Zuständig für die der Bundesrepublik sind die, die zum Teil in Vollzugspolizei und geteilt werden. Dabei übernehmen die Ordnungsbehörden verwaltungstechnische Aufgaben und die Vollzugspolizei die. Zur Vollzugspolizei gehören etwa die, die sowie die, welche auch das und die einzelnen umfasst. Das Bundeskriminalamt, direkt dem unterstellt, ist die höchste Ermittlungsbehörde in Deutschland. Zur Bundespolizei gehören unter anderem die und die Spezialeinheit. Auf Landesebene gibt es jeweils mindestens ein (SEK) für besonders heikle Einsätze und mindestens ein (MEK) für Observation und.

Für die Informationsbeschaffung, die und den Verfassungsschutz sind in Deutschland drei Dienste zuständig. Der (BND) als Auslandsnachrichtendienst und das (BfV) mit nachgeordneten als Inlandsnachrichtendienst haben keine Befugnisse. Der (MAD) ist der Nachrichtendienst des Militärs.

Siehe auch:, süddeutsche zeitung online bekanntschaften und

Recht

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Das deutsche Recht gehört dem an und beruht auf dem, das auf und mittelalterliche Rechtssammlungen wie den zurückgeht, und der ab dem 12. Jahrhundert, das wegen seiner Exaktheit und Universalität als überlegen galt. Außer wenigen Rechtssetzungen wie der 1532 war das Heilige Römische Reich von geprägt. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde eine Rechtsvereinheitlichung begonnen und im Deutschen Bund 1861 ein sowie im Kaiserreich unter anderem das 1877 und die 1879 eingeführt. 1900 trat das in Kraft. Der pervertierte das Recht zum Mittel der Gewaltherrschaft, wofür die Terrorurteile des stehen. In der DDR galt die Doktrin der „einheitlichen sozialistischen Staatsmacht“; und Unabhängigkeit der Gerichte waren unbekannt.

Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich als (, Abs. 1 Satz 1 GG), was bedeutet, dass staatliche Tätigkeit nur durch das Recht begründet werden kann und durch das Recht begrenzt wird. Wer durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt wird, hat das Recht, bei Gericht um Rechtsschutz hiergegen nachzusuchen ( Abs. 4 GG). Die sind unabhängig und unterliegen bei der keinerlei Weisungen.

Die Rechtsprechung wird im Wesentlichen von der Bundesländer ausgeübt: In und durch die, die und die (); an gibt es die,, und. Für den gewerblichen Rechtsschutz besteht das. Als Rechtsmittelgerichte dienen die obersten Gerichtshöfe des Bundes ( GG): Der als oberstes Zivil- und Strafgericht, das, das, das und der. Über Streitigkeiten urteilt das ( GG), dessen Entscheidungen Gesetzeskraft entfalten können und so andere Gerichte binden.

Zunehmende Bedeutung haben das und die Rechtsprechung des. Die Europäische Union übt erheblichen Einfluss auf das aus.

Wirtschaft

Grundlagen

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Mit einem nominalen (BIP) von etwa 3,4 Billionen im Jahr 2016 ist Deutschland die größte Europas und viertgrößte der Welt. Gemessen am nominalen steht Deutschland international an 19., in der Europäischen Union an 8. Stelle (Stand 2016). Gemessen am Warenwert war das Land 2016 der drittgrößte Importeur und Exporteur der Welt. Deutschland gilt als sehr hoch entwickeltes Land, dessen laut 2016 auf dem 4. Platz von 188 untersuchten Ländern liegt. Im belegte es 2016 ebenfalls den 4. Platz. Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit speist sich vor allem aus der hohen Zahl an kleinen und mittleren Unternehmen (), die gerade in spezialisierten Bereichen der Industrie zu den Weltmarktführern gehören.

Die Gesamtwirtschaftsleistung wird zu 2,1 Prozent im primären (), 24,4 Prozent im sekundären (Industrie) und 73,5 Prozent im tertiären (Dienstleistung) erbracht. 2014 verzeichnete Deutschland mit durchschnittlich etwa 42,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Höchststand. Die Zahl der Erwerbslosen lag im Schnitt 2014 bei 2,898 Millionen. Deutschland wies gemäß Eurostat im Mai 2017 mit 3,9 % die zweitniedrigste in der Europäischen Union auf. Ein wichtiger zur Schaffung neuer Arbeitsplätze ist das, worüber unter anderem der jährliche -Gründungsmonitor Auskunft gibt.

Deutschland ist Teil des. Zusammen mit 18 weiteren EU-Mitgliedstaaten bildet es eine Währungsunion, die (blau).

Deutschland verfügt über verschiedenste und weist eine lange auf (unter anderem,, und sowie, und ). Die Industrie ist auf globale Rohstoffimporte angewiesen.

Das mit guter Bildung und die gelten als Voraussetzungen für den Erfolg der deutschen Wirtschaft und. Als weltweit konkurrenzfähigste Branchen der deutschen Industrie gelten die -, -,, - und. Global bedeutend sind auch die, die mit dem und die, insbesondere die. Der Stellenwert der nimmt zu.

Als Mitglied der gehört Deutschland zum größten der Welt mit zusammen rund 500 Millionen Einwohnern und einem nominalen BIP von 17,6 Billionen 2011. Deutschland ist auch Teil der, einer Währungsunion mit 19 Mitgliedsländern und etwa 337 Millionen Einwohnern. Deren Zahlungsmittel ist der, dessen Währungspolitik von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesteuert wird und der zweitwichtigste der Welt ist sowie gemessen am Bargeldwert die weltgrößte Währung im Umlauf.

Die in Deutschland lag 2005 knapp unter dem -Durchschnitt. 2008 betrug ein mittleres 1.252 bei einem von 0,29. Die ist mit einem Gini-Index von 0,78 deutlich stärker konzentriert als die Verteilung der Einkommen. Laut der belief sich die Summe der Privatvermögen 2016 auf 12,4 Billionen Dollar. Im Durchschnitt verfügte jede erwachsene Person in Deutschland 2016 über ein Vermögen von 185.175 US-Dollar (-Vermögen: 42.833 US-Dollar). Das ist weltweit Platz 27 und weniger als in den meisten Nachbarländern Deutschlands – eine Ursache oder Folge (je nach Interpretation) ist ein niedriger Anteil an Immobilieneigentum. 2016 gab es in Deutschland 1.637.000 Millionäre und 2017 insgesamt 114 Milliardäre (in US-Dollar), die weltweit dritthöchste Anzahl.

Wirtschaftsentwicklung

Die deutsche Volkswirtschaft verzeichnete über Jahrzehnte mehr Exporte als jedes andere Land („“). Die Exporte erreichten im Jahr 2016 einen Gesamtwert von 1.204 Milliarden Euro, der Warenwert der Importe betrug 955 Milliarden Euro – ein Überschuss der von 249 Milliarden Euro. Der war damit 2016 der höchste weltweit und lag bei über 7 % der Wirtschaftsleistung, was teilweise auf Kritik aus dem In- und Ausland stößt.

Die wichtigsten Handelspartner im Jahr 2016 waren die (170,2 Milliarden Euro Handelsvolumen), (166,8), (164,8), (161,6), (121,6), (113,0) und Polen (101,1). Die wichtigsten Importquellen waren im selben Jahr China, die Niederlande und Frankreich. Die größten Exportmärkte waren die Vereinigten Staaten, Frankreich und das Vereinigte Königreich. Mehr als die Hälfte seines Außenhandels führte Deutschland mit den Staaten der Europäischen Union. Der Wert aller Exporte von Gütern und Dienstleistungen machte 2016 46 % der Wirtschaftleistung aus, was Deutschland zu den Ländern mit hoher Exportquote macht. Das Land ist deshalb potenziell anfällig für Schwankungen im globalen Handel, auch wenn der Aufschwung der letzten Jahre vor allem konsumgetrieben war.

Deutschland wurde Ende 2008 und 2009 von der erfasst, was zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2009 um 5,6 Prozent führte. Anschließend wuchs die deutsche Volkswirtschaft wieder deutlich um 4,1 und 3,7 Prozent (2010 und 2011) und 2012 und 2013 moderater mit 0,5 und 0,5 Prozent. 2014 beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum wieder auf 1,9 Prozent und 2015 und 2016 weiter auf 1,7 bzw. 1,9 Prozent. Für das Jahr 2017 lag das Wachstum bei 2,2 %.

Zwischen 2000 und 2011 lag die jährliche durchschnittliche Inflationsrate bei minimal 0,3 Prozent (2009) und bei maximal 2,6 Prozent (2008). Anfang 2015 verzeichnete Deutschland durch den niedrigen Ölpreis erstmals seit 2009 eine leichte Deflation (−0,3 Prozent).

Siehe auch:, und

Informationstechnik und Telekommunikation

Die (IKT) gilt als wesentlicher. Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft wird unter dem Projektnamen vorangetrieben. Das umsatzstärkste in Deutschland tätige Telekommunikationsunternehmen ist die., die, und zählen zu den bedeutendsten der Welt mit Hauptsitz in Deutschland. Im Hardwarebereich ist vor allem die Entwicklung von Bedeutung, etwa bei und. Neben angestammten Unternehmen der IKT-Branche gewinnen und in Deutschland an Bedeutung.

2017 verfügten 88 Prozent der deutschen Bevölkerung über einen ; etwa 87 Prozent konnten auf einen zurückgreifen. Insbesondere im ländlichen Raum ist die Breitbandversorgung unterdurchschnittlich. Laut Bundesregierung soll bis Ende 2018 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 erreicht werden.

Energie

Primärenergieverbrauch in Deutschland
Energieträger 2010
(%)
2011
(%)
2012
(%)
2013
(%)
33,4 33,8 33,0 33,0
21,8 20,6 21,5 22,5
12,0 12,6 12,9 12,7
9,9 10,8 11,6 11,8
10,7 11,7 12,0 11,6
10,9 8,8 7,9 7,6
Sonstige 1,3 1,7 1,3 0,8

Hauptartikel:

Deutschland war im Jahr 2010 der viertgrößte Produzent an in Europa und wurde auf Rang 24 unter den Energieproduzenten der Welt gelistet. 2012 betrug der in Deutschland 13.757 (2005: 14.238 PJ). Daran gemessen ist das Land der zweitgrößte nationale Energieverbraucher in Europa und. Die wurde im Jahr 2012 von 1059 mit Hauptsitz in Deutschland gewährleistet.

lieferten im Jahr 2016 31,7 % der, 13,4 % des im Wärmesektor und 5,1 % der. Im Rahmen der ist geplant, bis 2050 den Anteil der Erneuerbaren Energien am auf 80 % zu steigern, den Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 um 50 % zu senken und den in Einklang mit den EU-Zielen um 80 % bis 95 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Insgesamt sollen 2050 mindestens 60 % des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Tourismus

Hauptartikel:

Deutschland zählte 2016 mit über 35 Millionen ausländischen Übernachtungsgästen im Jahr zu den sieben Ländern der Erde. Der Fremdenverkehr erzielte 2012 mit 2,8 Millionen direkt Beschäftigten einen Umsatz von 140 Milliarden Euro. 171,6 Millionen Gäste (Ankünfte) (136,0 Mio. aus dem Inland, 35,6 Mio. aus dem Ausland) kamen 2016 auf 447,2 Mio. Übernachtungen (366,4 Mio. Inländer und 80,8 Mio. Ausländer) in 50.824 Unterkünften mit etwa 3,6 Mio. Betten. Die wichtigsten Herkunftsländer ausländischer Touristen waren 2016 die Niederlande (4,5 Millionen Besucher (Ankünfte)), die Schweiz (3,1 Mio.), USA (2,6 Mio.), Vereinigtes Königreich (2,6 Mio.), Österreich (1,8 Mio.) und Frankreich (1,7 Mio).

Etwa 4.000 der 11.116 Gemeinden Deutschlands sind in Tourismusverbänden organisiert, 310 davon sind als, und anerkannt. Es stehen 6.135, 366, 34, 45.000, 648, 190.000 km, 40.000 Kilometer sowie zur Verfügung.

Von herausragender Bedeutung ist der ; Deutschland ist der international bedeutendste mit mehreren. Die ist die weltweit führende Tourismusmesse. Zudem gibt es in Deutschland die größte Dichte an.

Verkehr

Aufgrund der dichten Besiedlung und zentralen Lage in Europa besteht in Deutschland ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Insbesondere für den stellt es ein wichtiges dar. Durch das Konzept der wird Deutschland als Transferraum zwischen dem ersten europäischen, der sogenannten, und dem Kernwirtschaftsraum in gefördert. Wichtige Projekte in diesen Netzen sind die Eisenbahnachsen Lyon/Genua–Rotterdam/Antwerpen, (Paris–Ostfrankreich–Südwestdeutschland), L (Paris–Brüssel–Köln–Amsterdam–London), und die. Ferner ist Deutschland der westliche Ausgangspunkt einiger.

Der Güterverkehr hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig von der Schiene auf die Straße verlagert. Als Gegenmaßnahme wurde 2005 eine für Lastkraftwagen eingeführt. Im Schienenverkehr hat die in den letzten Jahren unrentable Nebenstrecken sowie und stillgelegt sowie Personenfernverkehrsverbindungen eingestellt. Der gilt für den Zeitraum 2016 bis 2030.

Straßenverkehr

Bereits die Römer legten gepflasterte an, die wieder verfielen. Die ersten wurden im 18. Jahrhundert erbaut. Die Erfindung des Automobils gab dem Straßenbau neue Impulse. Die erste Autobahn der Welt, die, wurde 1921 in Berlin eröffnet. Der hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die als wichtigsten Verkehrsträger abgelöst. Deutschland besitzt eines der dichtesten der Welt. Das umfasst 12.845 Kilometer (Stand 2012) und 40.711 Kilometer. Weiterhin umfasste das überörtliche Straßennetz 86.597 Kilometer, 91.520 Kilometer und die. Am 1. Januar 2017 waren in Deutschland 45,8 Millionen zugelassen. Der Fahrzeugbestand aller und betrug 62,6 Millionen.

Um die Gefahren und Belastungen des Straßenverkehrs zu reduzieren, wurden in vielen deutschen Städten, und eingerichtet. Die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten nahm seither kontinuierlich ab; 2015 waren es 3.459 Menschen, 2016 noch 3.206. Der spielt eine zunehmende Rolle, sein Ausbau wird politisch etwa durch den unterstützt.

Siehe auch:

Schienenverkehr

Deutschlands ist etwa 38.500 Kilometer lang und wird täglich von bis zu etwa 50.000 Personen- und Güterzügen befahren. Im Rahmen der wurden die (West) und (Ost) zum 1. Januar 1994 in das privatwirtschaftliche Unternehmen AG überführt. Es organisiert den Großteil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland. Rund 350 weitere befahren das deutsche Eisenbahnnetz. Während sich der Staat aus dem operativen Betrieb zurückgezogen hat, finanziert er den Großteil des Netzunterhalts und -ausbaus sowie (über ) weitgehend den Regionalverkehr.

( (IRE), (RB), (RE) und (S)) und ( (IC), (EC) und (ICE)) fahren weitgehend nach. Für stehen in einer Gesamtlänge von etwa 2000 Kilometer zur Verfügung.

Siehe auch:  und

Nahverkehr

1881 eröffnete in bei Berlin die erste elektrische Straßenbahn der Welt. Dieses Verkehrsmittel dominierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den der größeren Städte in Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vor allem in Westdeutschland viele stillgelegt, andere zu mit innerstädtischen Tunnelstrecken umgebaut. Ersetzt wurden sie durch -Verkehr, die auch auf dem Land flächendeckend vorhanden sind und nahezu jeden Ort erschließen. Allerdings wurden die Busnetze durch den Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum ausgedünnt und häufig durch -Systeme ersetzt. In den größten Städten wurden im 20. Jahrhundert angelegt und mit zu einem Schnellbahnnetz für Stadt und Umland kombiniert.

Seit den 1980er-Jahren wurden in den Städten und auf dem Land angelegt und ausgebaut, sodass heute das Fahrrad wieder eine zunehmende Rolle im Nahverkehr spielt. Im internationalen Vergleich ist der öffentliche Nahverkehr in den größeren Städten Deutschlands durch hohe Effektivität und Flächendeckung gekennzeichnet.

Luftverkehr

Mit rund 700 verfügt Deutschland über eine der größten Dichten an Start- und Landebahnen weltweit.

Der ist nach Passagieren (2016: 60,77 Millionen) der größte Deutschlands, der viertgrößte Europas und gemessen am Frachtaufkommen (2015: 2,1 Millionen Tonnen). Die größte deutsche Fluggesellschaft betreibt in Frankfurt, auf dem zweitgrößten deutschen sowie auf dem drittgrößten deutschen Flughafen in interkontinentale Drehkreuze. Seit dem Jahr 1999 betreiben die Länder Berlin und Brandenburg mit Partnern die Errichtung des.

Einen eigenen (bzw. Raumhafen) für den Verkehr über die (100 km) hinaus bis in den besitzt Deutschland nicht. Die des nutzt deshalb meist den -Raumhafen in oder das russisch betriebene.

Siehe auch:  und

Schiffsverkehr

Aufgrund des hohen ist Deutschland besonders auf den Seehandel angewiesen. Es verfügt über eine Anzahl moderner, wickelt aber auch große Anteile seines Handels nach über die Häfen von Nachbarländern, vor allem der, ab. Die drei umschlagstärksten Seehäfen in Deutschland sind, und die. Der in Wilhelmshaven ist der einzige in Deutschland. Die wichtigsten Ostseehäfen sind, und. ist der meistfrequentierte Deutschlands.

Die wichtigsten Seeschifffahrtsstraßen sind und. Der ist auch für den Transitverkehr bedeutsam (). Vor der deutschen Ostseeküste liegt mit der die meistbefahrene Schiffsroute der Ostsee.

Es gibt ein gut ausgebautes Netz von für die. Die wichtigsten schiffbaren Flüsse sind,,, und. Bedeutende Binnenkanäle sind der, der, der und der. Der überwindet die und ermöglicht so einen direkten Schifffahrtsweg von der Nord- und Ostsee zum. Der Komplex der ist der umschlagstärkste Deutschlands und gilt als größter Binnenhafen Europas.

Kultur

Hauptartikel:

Das in Potsdam bei Berlin ist eines der renommierten Filmateliers in Europa.

Die deutsche Kunst- und Kulturgeschichte, deren Wurzeln bis in die Zeit der, und zurückreichen, hat seit dem Mittelalter stil- und epochenprägende Persönlichkeiten hervorgebracht. In den verschiedensten Disziplinen wurden deutschsprachige Kulturschaffende Wegbereiter neuer geistiger Strömungen und Entwicklungen. Einige der einflussreichsten deutschen Künstler zählen zu den Protagonisten der.

Die deutsche Kultur hat sich, da Deutschland lange nicht als existierte, über Jahrhunderte vor allem über die gemeinsame Sprache definiert; auch über die Reichsgründung 1871 hinaus ist Deutschland häufig als verstanden worden. Durch die Verbreitung von im 20. Jahrhundert hat die in der deutschen Gesellschaft einen hohen Stellenwert erhalten. Die Verbreitung des im 21. Jahrhundert hat zu einer Differenzierung der Kulturlandschaft geführt und die mannigfaltigen in ihren Ausprägungen verändert.

Der Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur in der Welt dienen die. Mit insgesamt 158 Standorten, inklusive Verbindungsbüros, ist das Institut im Jahr 2013 in 93 Ländern vertreten. Laut einer Umfrage in 22 Staaten für die im Jahr 2013 genoss Deutschland international zum sechsten Mal in Folge seit dem Jahr 2008 das höchste Ansehen unter 16 untersuchten Ländern. Durchschnittlich bewerteten 59 Prozent der Befragten Deutschlands Einfluss und politisches Wirken als positiv, 15 Prozent hatten ein negatives Bild.

Für spezielle Bereiche der deutschen Kultur siehe

Für bildende Kunst, Spiele und Sport in Deutschland siehe.

Gesellschaft

Laut werden in Deutschland, das sich auf die Tradition der stützt, - Werte und geschätzt. Die Bevölkerung nennt in den Bereichen Bildung, Work-Life-Balance, Beschäftigung, Umwelt, Sozialbeziehungen, Wohnen, Sicherheit und subjektives Wohlbefinden Zufriedenheitswerte über dem Durchschnitt der entwickelten Industrienationen und liegt nur bei Gesundheit darunter. Insgesamt lag Deutschland 2015 beim mit 7 von 10 Punkten über dem OECD-Schnitt (6,5; Griechenland 5,5, Schweiz 7,6).

Soziales

Deutschland hat eine lange Tradition des gesetzlich beförderten sozialen Ausgleichs. Laut gilt das Land im internationalen Vergleich als Gesellschaft mit geringer Einkommensungleichheit. Der deutsche Staat bietet seinen Bewohnern umfangreiche rechtliche Ansprüche auf Familienförderung und soziale Absicherung. Die begann im Kaiserreich. Spätere Regierungen haben sie nach und nach erweitert und um zusätzliche soziale Transferleistungen ergänzt, wodurch heute ein großer Teil des für Soziales aufgewendet wird.

Für Arbeitnehmer besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der, die aus fünf Säulen besteht:,,, und. Die soziale Grundsicherung wird in erster Linie durch Beiträge der Versicherten finanziert, Defizite durch Steuergelder ausgeglichen.

In Deutschland hatten 830.000 Euro- 2010 ein Gesamtvermögen von 2.191 Milliarden Euro, während rund 12,4 Millionen Menschen (15,3 Prozent der Bevölkerung) in lebten oder als armutsgefährdet galten. 2016 waren 19,7 Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht (EU: 23,5 Prozent). Von der erwerbsfähigen Bevölkerung galten 2011 etwa 2,3 Millionen (4 Prozent) als vollständige und 7,5 Millionen als funktionale.

Zu den innerstaatlichen zählt der, der Bundesländer mit hohem dazu verpflichtet, einen Teil ihrer Einnahmen an schlechter gestellte Länder abzugeben, damit die Lebensverhältnisse in Deutschland nicht zu weit auseinandergehen. Der auf die Einkommenssteuer erhobene soll teilungsbedingte Lasten in den neuen Ländern mildern.

Das soll Benachteiligungen aufgrund von,, der Herkunft, der oder, einer, des oder der (etwa ) verhindern. Mit Rang 10 auf dem (CPI) hatte Deutschland 2016 einen niedrigen Korruptionsstand.

Gesundheit

Hauptartikel:

Das deutsche Gesundheitswesen ist hoch entwickelt, wie die sehr niedrige Rate der von etwa 3,3 bei 1000 Geburten und eine hohe deutlich machen, die im Jahr 2016 bei 78,2 Jahren für Männer und bei 83,1 für Frauen lag. Dabei hatten 2015 arme Männer eine Lebenserwartung von 70,1, wohlhabende von 80,9 Jahren (Frauen: 76,9 und 85,3 Jahre). 2015 ergab eine Studie der, Patienten in Deutschland hätten kurze Wartezeiten, geringen eigenen Finanzaufand und viel Auswahl. Die Vorbeugung sei verbesserungsfähig, was eine hohe Zahl von Krankheiten wie und zeige, die Qualität zeige sich aber unter anderem dadurch, dass ein häufig überlebt werde. Die Zahl an Krankenhausaufenthalten und Operationen liege international in der Spitzengruppe, aber auch die Kosten für Medikamente; 2013 machten die Gesundheitsausgaben 11 Prozent des BIP aus (OECD-Schnitt: knapp 9 Prozent).

Das umfasst die Leistungserbringer wie Ärzte, Apotheker, Pflegepersonal, den Staat (, Länder und ), die, Unfall-, Pflege- und Rentenversicherungen, die, die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, weitere Interessenverbände sowie die, zum Teil vertreten durch Verbände und. werden häufig in gemeinnütziger Trägerschaft geführt, zunehmend jedoch privatisiert. Weitere Versorgungsleistungen werden weitgehend privat von Freiberuflern erbracht (niedergelassene Ärzte und Apotheker und Unternehmen, beispielsweise der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie). Der Staat beteiligt sich als Leistungserbringer nur nachrangig mit Gesundheitsämtern, kommunalen Krankenhäusern und Hochschulkliniken.

Der Großteil der Bevölkerung gehört der (GKV) an, deren Beiträge sich hauptsächlich an der Einkommenshöhe orientieren. Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen sind oft beitragsfrei mitversichert. Der Leistungsanspruch ist unabhängig von der Beitragshöhe. Etwa 10,8 Prozent der Versicherten waren 2017.

Bildung

Hauptartikel:  und

Das heutige deutsche Bildungswesen hat seine Wurzeln unter anderem im weltweit einstmals vorbildhaften und den. Seine Ausgestaltung liegt in der Verantwortung der Länder („“), wird jedoch durch bundesweite Konferenzen der koordiniert, die auch gemeinsame setzt. Je nach Bundesland gibt es und es besteht eine neun- bis dreizehnjährige. Der Besuch der dauert mindestens neun Jahre. Danach können bzw. besucht werden. Die meisten deutschen Bundesländer haben ein mit, und, es gibt jedoch Tendenzen zu mehr und. Die wird – je nach Bundesland – nach zwölf oder dreizehn Schuljahren erworben.

Praktisch alle jungen Erwachsenen besuchen nach der Schule eine weiterführende Bildungseinrichtung. in Betrieben besuchen in der Regel an ein oder zwei Tagen in der Woche die, was als Erfolgsmodell der weltweit bekannt ist. Die akademische Entsprechung ist das. können zwischen und anwendungsorientierten () wählen. Die stieg seit den 1970ern stetig an.

Auch die berufliche Weiterbildung spielt eine große Rolle. Für Arbeitslose stellt die Weiterbildungsgutscheine bereit. Vor ihrer beruflichen Ausbildung können Jugendliche außerdem sogenannte Freiwilligendienste, wie ein oder ein, absolvieren. Weitere populäre Übergangsaktivitäten sind der und Auslandsaufenthalte, etwa in Form von oder.

Bei schneidet Deutschland im weltweiten Vergleich häufig nur mittelmäßig oder sogar unterdurchschnittlich ab. Die OECD etwa kritisiert in den die deutsche, da insbesondere die Schulerfolge von Kindern mit sozial- oder bildungsschwachem Elternhaus und mit Migrationshintergrund unter dem Durchschnitt liegen. Entgegen den Reformbemühungen der letzten Jahrzehnte ist es weiterhin statistisch signifikant unwahrscheinlicher, dass das (Allgemeine Hochschulreife) oder einen erreichen, als Kinder aus den oder. Zudem würde es an individueller und Förderung sowohl bei leistungsstarken als auch -schwachen Schülern mangeln. Die Ausgaben für Bildung (4,6 % des Bruttoinlandsprodukts) liegen im OECD-Vergleich unter dem Durchschnitt. Die schulische Förderung im Grundschulalter gilt als verbesserungswürdig, insbesondere was Betreuungsmöglichkeiten und gezielte Förderung schwächerer Schüler angeht.

Siehe auch:

Wissenschaft

Deutschland ist ein international bedeutender Technologie- und Wissenschaftsstandort. Seit der industriellen Revolution waren deutschsprachige Forscher bei der Gründung empirischer Wissenschaften maßgeblich beteiligt. Insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verschiedenster Industrien und der in die Praxis wurde durch die kreative Arbeit von Ingenieuren vorangetrieben. Rund 8 Prozent aller weltweit angemeldeten im Jahr 2016 kamen aus Deutschland (Rang 4 nach den USA, Japan und China).

In Deutschland sind, und Fachhochschulen Einrichtungen der Forschung und wissenschaftlichen Lehre. Die (Technischen) Universitäten sind zu - und berechtigt. Beide Verfahren sollen Bildung nachweisen und wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten. Mit der Einführung internationaler Abschlussbezeichnungen im Zuge des wird im die bisherige Trennung der Abschlüsse zwischen Fachhochschulen und Universitäten aufgeweicht. Einzelne Hochschuleinrichtungen bilden überhaupt nicht im tertiären Bildungsbereich aus, sondern sind zur postgradualen Bildung oder ausschließlich zur Promotion und Habilitation eingerichtet. Die meisten deutschen Hochschulen sind in öffentlicher Trägerschaft, werden aber in ihrer Forschung über Drittmittel finanziert (,, Unternehmen und andere).

Neben den Universitäten gibt es eine größere Anzahl von Forschungsorganisationen, die deutschlandweit und darüber hinaus tätig sind. Dabei wurde in Deutschland zum einen ein System der Arbeitsteilung der Universitäten untereinander und zum anderen eines zwischen den Universitäten und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen geschaffen. Die verpflichtet sich der. Sie führt 79 Institute in Deutschland und besitzt ein Jahresbudget von 1,8 Milliarden Euro. Die ist die größte wissenschaftliche Gesellschaft in Deutschland und betreibt 15 sogenannte Großforschungszentren, die fächerübergreifend an wissenschaftlichen Komplexen arbeiten. Die ist die größte Organisation der. Sie greift in ihren 56 Instituten Ergebnisse der Grundlagenforschung auf und versucht sie wirtschaftlich zu erschließen. Sie stellt der Wirtschaft die Dienstleistung der Auftragsforschung bereit. Weltweite Bekanntheit erlangte sie durch die Entwicklung des -Audioformats. Sie gehört zu den wichtigsten und -besitzern in Deutschland. Die ist ein Verbund eigenständiger Forschungseinrichtungen, die sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung arbeiten.

Aus Deutschland stammen zahlreiche Forscher aus allen Bereichen der modernen Wissenschaften. Mehr als 100 werden dem Land zugeordnet. und begründeten mit ihren Theorien wichtige Säulen der, auf denen beispielsweise und weiter aufbauen konnten., der erste Physik-Nobelpreisträger, entdeckte und untersuchte die nach ihm benannte, die noch heute eine wichtige Rolle unter anderem in der medizinischen Diagnostik und der Werkstoffprüfung spielt. schrieb bedeutende Arbeiten zur elektromagnetischen Strahlung, die für die heutige maßgeblich sind. Die Entwicklungen von,, und haben das Verkehrswesen revolutioniert, die nach ihren Erfindern benannten und sind weltweit ein Begriff. Die leistete entscheidende Pionierarbeit im Bereich der Raumfahrt und der und besitzt heute mit dem (DLR) eine leistungsfähige Raumfahrtagentur, zudem ist Deutschland das am meisten zur (ESA) beitragende Mitgliedsland.

Die chemische Forschung wurde unter anderem von, und mitgeprägt. Mit ihren erfolgreichen Erfindungen sind Namen wie,,, und Bestandteile der technologischen Allgemeinbildung. Auch viele bedeutende Mathematiker wurden in Deutschland geboren, so zum Beispiel,,,,,,, und. Weitere wichtige deutsche Forscher und Wissenschaftler sind der Astronom, der Archäologe, die Biologin, der Universalgelehrte, der Naturforscher, der Religionsforscher, der Historiker, der Soziologe und der Medizinforscher.

Siehe auch:

Gesprochene Version

Siehe auch

  – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Deutschland

Literatur

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Anmerkungen

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  5. ()
  6. Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum (: „Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert“).
  7. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 1. Dezember 2017. 
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  12. Siehe die Mitteilung der an den vom 3. Oktober 1990, dass die Bundesrepublik Deutschland ab diesem Zeitpunkt im Rahmen der UN unter dem Namen ‚Deutschland‘ auftreten werde; Multilateral Treaties Deposited with the Secretary General 1996, S. 9, Anm. 13.
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