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Unsere Kinderwunsch Klinik in Kopenhagen bietet Singlefrauen künstliche Befruchtung mit IVF, Insemination oder Eispende an.

In der Dänischen Fertilitätsklinik bieten wir Ihnen künstliche Befruchtung mit allen wissenschaftlich anerkannten Kinderwunsch Behandlungen an. Beim Einführungsgespräch wird einer unserer Ärzte Ihnen den weiteren Ablauf Ihrer Kinderwunsch Behandlung mit IVF, Insemination oder Eispende ausführlich auf Deutsch erklären. Auf diesen Seiten können Sie mehr über IVF, Insemination unde Eispende auf Deutsch lesen.

Ansprechpartner in Deutschland
Fehlt Ihnen ein Arzt, der Ihnen helfen kann? Wir haben für Sie in verschiedenen Städten in Deutschland, wo Sie auch als Single willkommen sind.

Kinderwunsch Behandlungen:

IVF og insemination for singles og lesbiske kvinder
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  • Für das Einführungsgespräch sind 1,5 Stunden abgesetzt
  • Wir möchten Sie und Ihre Situation gründlich kennenlernen
  • Eine angenehme, gemütliche Atmosphäre im Wartezimmer ohne Wartezeit
  • Die Möglichkeit, Ultraschall Untersuchungen früh morgens oder am späten Nachmittag zu bekommen
  • Wir versuchen, Informationen von früheren Behandlungen zu nutzen, um Ihre nächste Behandlung zu optimieren
  • Unser Labor verfügt über neueste Techniken und Ausstattung
  • Die Eizellen werden rund um die Uhr im Embryoskop beobachtet
  • Unsere Spitzenkompetenz liegt in der Wahl des richtigen Embyos
  • Dansk Fertilitetsklinik ist die Privatklinik in Dänemark, die am wenigsten Embryos pro Schwangerschaft transferiert
  • Unsere Resultate liegen ständig unter den 3 besten für sämtliche Kliniken in Dänemark

Über Dansk Fertilitetsklinik

Dansk Fertilitetsklinik verfügt über drei von Dänemarks führenden Kinderwunsch Spezialisten, die zusammen über 40 Jahre Erfahrung mit Forschung und Kinderwunsch Behandlung mit IVF, ICSI, TESE und Insemination haben.

Dansk Fertilitetsklinik wurde 1982 gegründet, und ist Dänemarks älteste existierende Kinderwunsch Klinik. Das erste Kind, das mit Hilfe von ICSI in Dänemark geboren wurde, wurde bei uns gezeugt. Das zweite Kind, das in Dänemark mit Hilfe von kryopräservierten Embryos geboren wurde, wurde auch in Dansk Fertilitetsklinik gezeugt. Wir sind einer der führenden Kliniken für IVF Behandlung, und verwenden neueste Technologien für Ihre Behandlung. Zusammen mit Ihnen planen wir Ihren individuellen Behandlungsplan, der best möglich Ihrem Alltag angepasst wird. Es ist für uns wichtig, dass Sie sich bei uns wohl fühlen und spüren, dass wir uns für Sie Zeit nehmen, wenn Sie bei uns in der Klinik sind.

Dansk Fertilitetsklinik ist vom Dänischen Gesundheitsamt gemäss des EU-Gewebe Gesetzes zertifiziert.

Kontakt

Dansk Fertilitetsklinik
Seedorffs Vaenge 2, 1. Stock
DK-2000 Frederiksberg
Tel +45 3834 9030

VAT-no. 36462647

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"Himmel, was machst du da?", durchfuhr es sie, kurz bevor es so weit war. Doch Claudia Ott (Name geändert) hatte jahrelang auf diesen Moment hingefiebert, jedes Für und Wider abgewägt. Jetzt sollte es auch passieren.

Ein dünner Schlauch wurde in ihre Gebärmutter geführt. Dann suchte sich der Samen eines Fremden den Weg zu ihrer Eizelle. 

Kurz nach ihrer ersten Insemination, so wird die Behandlung genannt, stand die 37-Jährige wie berauscht auf dem Flur der Reproduktionsklinik und konnte es kaum fassen: "Ich habe es wirklich getan!" Euphorisiert flog die alleinstehende Frau zurück nach München - und wartete, was der Schwangerschaftstest zeigen würde. 

Claudia Ott, die als Controllerin arbeitet, ist weder künstliche befruchtung single dänemark eine Karrierefrau, die nur vergessen hat, rechtzeitig Kinder zu kriegen, noch eine Emanze, die lieber ohne Mann Kinder großziehen will. Dass sie das Kind nur als Männerersatz wolle, musste sie sich auch mehr als einmal anhören. Doch Claudia geht es schlichtweg wie vielen Frauen ihres Alters: Sie hat den Richtigen nicht gefunden, will deswegen aber nicht auf Kinder verzichten. Als ihre letzte Beziehung in die Brüche ging, war sie Anfang 30. Damals setzte sie sich ein Limit: "Wenn ich bis 35 keinen Mann gefunden habe, probiere ich es mit einer Samenspende."

Sie wurde alleine 35. 

"Spender in Deutschland leben gefährlich" 

 Familientherapeutin  berät Paare und Singlefrauen bei der Familienplanung mit Spendersamen. Seit etwa vier Jahren kommen immer mehr alleinstehende Frauen in ihre Praxis. In den Gesprächen geht es darum, inwieweit die Frau sich zutraut, die emotionale Achterbahnfahrt überstehen zu können, die solch eine Behandlung bedeutet - und ob sie genügend finanzielle, soziale und emotionale Ressourcen hat, um ein Kind alleine großzuziehen. 

 Um ein Kind zu bekommen, gehen viele Frauen ins Ausland. Samenspenden sind für Singlefrauen und Lesben in Deutschland zwar nicht verboten, aber für diese Personengruppen schwierig zu bekommen. Nachdem der, dass ein Samenspenderkind in jedem Fall Auskunft über den biologischen Vater verlangen kann, sind Ärzte und Spender vorsichtiger geworden. Denn ist der Spender bekannt, hat das Kind die Möglichkeit, ihn auf Unterhalt zu verklagen. Können der Arzt oder die Klinik keine Auskunft über den Spender geben, sind auch sie auf Schadensersatz verklagbar. "Spender in Deutschland leben gefährlich", sagt Susanne Benöhr-Laqueur, Rechtsanwältin für Zivil- und Familienrecht, die sich viel mit reproduktionsmedizinischen Fragen beschäftigt. 

Als Claudia einen Arzt fand, der ihr helfen wollte, verlangte er dafür die Unterschrift irgendeines Mannes, der die Vaterschaft anerkennt. Claudia fragte ihren guten Freund Kay. Der sagte zu. Eine Notarin setzte einen Vertrag auf, der ausschließen sollte, dass Kay unterhaltspflichtig würde. Ein Vertrag, der einer Klage niemals standgehalten hätte:. "Verantwortungslos", findet Benhör-Laquer das Vorgehen des Arztes und der Notarin. 

Claudia wusste um die Gegenstandslosigkeit des Vertrags, doch sie war sich sicher, dass es nie zu einer Klage kommen würde. "Deswegen war es okay für mich", sagt sie. Nicht zuletzt, weil die Unterschrift ihre einzige Chance war, in Deutschland eine Samenspende zu bekommen.  

Am Tag der Unterzeichnung war Kay wie vom Erdboden verschluckt. Bis heute hat Claudia nichts mehr von ihm gehört. Sie fühlte sich allein gelassen. Von Kay, aber auch vom deutschen Rechtssystem, das Solofrauen den Kinderwunsch verweigert. 

Dänen respektieren  Singlefrauen mit Kinderwunsch

Im europäischen Ausland ist die Rechtslage weniger schwammig oder lückenhaft. In Dänemark etwa haben Spender keine Verpflichtungen gegenüber dem Kind, die Spendenbereitschaft ist entsprechend höher. Der Reproduktionstourismus boomt daher: Allein in die Kopenhagener Fertilitätsklinik  kamen 2014 knapp 300 Frauen aus Deutschland, die meisten alleinstehend oder lesbisch. Nachdem Claudia weitere Optionen, wie einen One-Night-Stand oder eine private Samenspende aus dem Internet, durchgespielt und als "nicht geeignet" abgehakt hatte, stand nur noch eine Option auf ihrer Liste: die Samenspende im Ausland. 2010, zwei Jahre nach ihrem 35. Geburtstag, flog sie nach Kopenhagen.

Kurz darauf kam auch Ricarda Lichtenberg (Name geändert) in die Klinik. Acht Jahre war die 44-Jährige mit einem Mann zusammen, der schon ein Kind hatte und kein zweites wollte. Lange hatte sie gehofft, er würde seine Meinung ändern. Schließlich trennte sie sich schweren Herzens von ihm, um alleine ein Kind zu bekommen. Zwei Jahre hatte sie von da an noch, um ihren Wunsch zu erfüllen. Mit 46 Jahren ist Schluss, dann können auch die Dänen nichts mehr für den Kinderwunsch deutscher Frauen tun. "Zehn Mal probiere ich es. Wenn es dann nicht klappt, wird es ohnehin nichts", sagte sich die Eventmanagerin. Ihren Plan B hatte sie damals schon vorbereitet und einen Kurs für Auslandsadoption und Pflegekinder besucht. 

Im Erstgespräch mit der Kinderwunschklinik wurde Ricarda zu ihrer Gesundheit und Voruntersuchungen befragt, sowie zu ihrer Lebensführung, ihren finanziellen und sozialen Umständen. "Es war ein außergewöhnlich wertschätzendes Gespräch", erinnert sie sich. Sofort fühlte sie sich am richtigen Platz. Auch Ricarda musste zuvor in Deutschland die Erfahrung machen, dass sie als Singlefrau keinen Kinderwunsch zu haben hat. In Dänemark wurde sie wie das Normalste der Welt behandelt. Zufällig hatte sie an diesem Tag ihren Eisprung - für sie sprach nichts mehr dagegen, es sofort zu probieren.

Ein offener Umgang mit dem Samenspender ist wichtig

Sechs Versuche und ein halbes Jahr später ist Ricarda schwanger. Im Mai 2012 kommt Rita (Name geändert) vollkommen gesund zur Welt. Ricarda weiß, dass das in ihrem Alter keine Selbstverständlichkeit ist.

Damit ihr Kind ihr möglichst ähnlich sehen würde, hatte Ricarda einen Spender mit ihrer Augen- und Haarfarbe - grün und dunkelbraun - gewählt. Das Ergebnis:  ihr Kind ist strohblond. Ricarda schmunzelt, wenn sie darauf angesprochen wird. "Ganz die Mama eben", sagt sie dann. Die Leute lachen und fragen nicht weiter. 

Grundsätzlich kann der Spender nach Körpergröße, Blutgruppe, Augen- und Haarfarbe ausgewählt werden. Seit einiger Zeit kann man auch ein Babyfoto von ihm erhalten, oder seinen Beruf und sein Spendenmotiv erfahren. Laut Stork-Klinik sind die Männer überwiegend Studenten an dänischen Hochschulen und durchschnittlich 25 Jahre alt - mit dem Alter nimmt die Qualität des Spermas ab. Ricarda nimmt es mit Humor, dass ihr Spender womöglich 20 Jahre jünger ist als sie: "Der Trend geht doch zum Jüngeren". Sie probierte drei verschiedene Spender, beim dritten klappte es auf Anhieb. 

Wie die meisten Frauen wählte Ricarda eine offene Spende: Mit 18 Jahren kann Rita ihren biologischen Vater kennenlernen. Wählt die Frau eine anonyme Spende, ist die Klinik - anders als in Deutschland - nicht verpflichtet, dem Kind Auskunft über den Spender zu geben.

Neulich fragte die mittlerweile dreijährige Rita zum ersten Mal nach ihm. Wie ihr Papa heiße, wollte sie wissen. "Sören", antwortete Ricarda - ihr Pseudonym für den Mann, von dem sie selbst kaum mehr kennt als seine Augen- und Haarfarbe, den sie sich aber oft genauer vorzustellen versucht. Später wird sie Rita die Wahrheit erzählen, "Sören soll dann das Pseudonym für den netten Mann sein, der uns geholfen hat, eine Familie zu werden", sagt Ricarda. Sie ist "Sören" jeden Tag aufs Neue dankbar. Ansonsten wissen nur ihre engsten Freunde und die Familie über Ritas Zeugungsart Bescheid. Dabei will sie es auch belassen. Ricarda fürchtet, dass ihr Kind sonst gehänselt wird. Petra Thorn, die ein zu diesem Thema geschrieben hat, betont, wie wichtig es ist, offen damit umzugehen: "Merkt das Kind, dass die Mutter sich nicht traut, die Wahrheit zu erzählen, glaubt es, dass seine Zeugungsart etwas Negatives sei." 

Mutter, Spender, Kind - bislang ein Elite-Phänomen 

Grundsätzlich ist Thorn aber überzeugt, dass Kinder wie Rita nicht unausweichlich psychischen Probleme bekommen, wenn sie ohne Vater aufwachsen -. "Es gibt bislang nur begrenzt Forschung über Samenspenderkinder, aber diese zeigt, dass es den Kindern gut geht", so die Therapeutin.

Einer der Gründe für das kindliche Wohlergehen könnte sein, dass sich ohnehin nur gut situierte Frauen eine künstliche Befruchtung leisten können: Jede Insemination kostete Ricarda rund 850 Euro, hinzu kamen die Kosten für Beratungsgespräche, kurzfristig gebuchte Flüge und Hotels. Die deutschen Kassen zahlen Kinderwunschbehandlungen durch Samenspenden grundsätzlich nicht - weder heterosexuellen Paaren noch Lesben oder Singlefrauen.

Claudia Ott hat irgendwann ohnehin aufgehört zu rechnen. Nach elf erfolglosen Inseminationen entschied sie sich, einen Schritt weiter zu gehen und es mit In-Vitro-Fertilisation (IVF) zu probieren. Dazu werden der Frau reife Eizellen entnommen, im Reagenzglas mit dem Samen befruchtet und anschließend in die Gebärmutter eingesetzt. Kostenpunkt hierfür: rund 3000 Euro pro Behandlung. Claudia bekam zwar Schmerzmittel, bevor der Arzt ihre Eizellen absaugte, dennoch hatte sie höllische Schmerzen, weil ihre Eierstöcke hormonell überstimuliert waren. "Hinterher war ich schweißgebadet. Ich bin kaum noch in mein Hotelzimmer gekommen und musste den ganzen nächsten Tag im Bett liegen", erzählt sie. 

Dreimal ließ sie die körperliche Tortur über sich ergehen - ohne Erfolg. Als kurz darauf eine an sich harmlose Operation missglückte, war nicht klar, ob ihre Gebärmutter entfernt werden müsste.

Ein Schock - würde sie ein dummes Fremdverschulden ihren Kinderwunsch kosten?

"Aufhören ist schwer, wenn man viel reingesteckt hat" 

Doch vier Monate nach der Operation saß sie wieder in Kopenhagen zur In-Vitro-Befruchtung. Ihre Gebärmutter war intakt, sie hatte noch immer genügend Eizellen. Warum sollte es also nicht klappen? Ihr Optimismus schien berechtigt: Nach dieser Behandlung wurde sie endlich schwanger. Sie freute sich, wenn auch zurückhaltend. Sollte sich endlich alles gelohnt haben? Die tiefe Verzweiflung nach jedem missglücktem Versuch? Die körperlichen Strapazen? Die aufwendigen Reisen, die einsamen Nächte im Hotel - und nicht zuletzt der finanzielle Aufwand? Über 50.000 Euro, schätzt Claudia, hat sie ihr Kinderwunsch bislang gekostet.

"Es ist schwer, aufzuhören, wenn man schon so viel reingesteckt hat und immer glaubt, kurz vor dem Ziel zu stehen", weiß Therapeutin Petra Thorn. Deswegen sei die frühzeitige Entwicklung eines Plan B so wichtig. "In den ersten Sitzungen bespreche ich mit den Frauen, welche Alternativen sie haben. Das kann eine Adoption sein, oder eine berufliche Verwirklichung." Entscheidend sei, den Blick dafür offen zu halten, dass das Leben auch ohne Kind gut weitergehen kann, wenn es nicht klappt, so Thorn.

Nach sieben Wochen verlor Claudia das Kind. 

An Plan B will sie noch nicht denken. Die zwei Streifen auf dem Schwangerschaftstest haben ihr Recht gegeben: Sie kann ein Kind bekommen! Fünf Jahre sind seit ihrem ersten Versuch vergangen, seit der OP hat sie es drei weitere Male probiert. Claudias Leben ist heute stärker vom Kinderwunsch geprägt als sie es sich je hätte vorstellen können. Statt in den Urlaub fährt sie zur Befruchtung. Große Anschaffungen schiebt sie auf. Verabredungen trifft sie nur noch lose, falls sie dann wieder kurzfristig in den Flieger steigen muss. Nicht immer kann sie dafür Urlaub nehmen. Dann muss sie sich einen Grund ausdenken, warum sie bei der Arbeit ausfällt.

Der Kinderwunsch ist der 41-Jährigen zum Lebensinhalt geworden. Ein Limit will sie sich nicht setzen, spätestens mit 46 sei ja ohnehin Schluss. Dass sie noch so lange durchhält, bezweifelt sie aber. "Ich muss es jetzt zum Abschluss bringen. Ich wünsche mir so sehr ein Kind."

Es soll Lotta oder Jakob heißen.

Anya Steiner hat selbst mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen. Die 45-Jährige arbeitet als Lektorin und betreut ein Internet-Forum für Frauen, die zwar ein Kind haben möchten, aber keinen passenden PartnerAnya Steiner hat selbst mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen. Die 45-Jährige arbeitet als Lektorin und betreut ein Internet-Forum für Frauen, die zwar ein Kind haben möchten, aber keinen passenden Partner

Anya Steiner hat selbst mithilfe einer Samenspende ein Kind bekommen. Die 45-Jährige arbeitet als Lektorin und betreut ein Internet-Forum für Frauen, die ein Kind haben möchten, au...ch wenn der passende Partner fehlt

Quelle: Ch. Links Verlag

Frauen ohne passenden Partner stellen sich irgendwann die Frage, ob sie weiter auf den Richtigen warten wollen oder alleine Kinder großziehen. Die Samenspende eröffnet ihnen ganz neue Perspektiven.

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Das Gemeine an der Natur ist, dass Frauen irgendwann keine Kinder mehr bekommen können. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist Schluss mit der Eizell-Reserve. Frauen ab Mitte 30 wissen das. Doch was tun, wenn der richtige Mann fehlt? Weiter auf einen Partner warten, auch auf die Gefahr hin, dann zu alt fürs Kinderkriegen zu sein?

Immer mehr Singlefrauen entscheiden sich deshalb, alleine eine Familie zu gründen – entweder durch oder die Aufnahme eines, aber die meisten werden mithilfe einer Samenspende schwanger. Auch bei der Berliner Autorin Anya Steiner war das der Fall. Im Alter von 36 Jahren beschloss sie, sich lieber erst einmal um ein Kind statt einen Mann zu kümmern.

Heute ist Anya Steiner Mutter einer Tochter, künstliche befruchtung single dänemark 45 Jahre alt und betreut ein für Singlefrauen, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen. Sie hilft ihnen dabei, dem Wunschkind näher zu kommen. In ihrem neuen Buch „Mutter, Spender, Kind“ (Ch. Links Verlag, 16,90 Euro) schildert sie, wie alleinstehende Frauen überhaupt an eine Samenspende gelangen können, mit welchen Vorbehalten und Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben – und warum die Erkenntnis, dass für ein Kind nicht unbedingt ein Partner notwendig ist, so befreiend wirkt.

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Die Welt: Wer Ihr Buch liest, könnte das Gefühl bekommen, Männer seien überflüssig geworden?

Anya Steiner: Keineswegs. Ein Kind wird nie ohne Mann entstehen können. Der hauptsächliche Grund, warum sich Frauen für den Weg entschieden haben, auch als Single eine Familie zu gründen, ist nicht der, dass sie keine Männer mögen oder Männer unwichtig finden. Es ist vielmehr so, dass sie einen Kinderwunsch haben, aber keinen Partner, der diesen mitträgt.

Die Welt: Das heißt, die Frauen hatten keine andere Wahl?

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Steiner: Diese Frauen kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie sich überlegen müssen: Ist der Kinderwunsch so wichtig, dass ich andere Möglichkeiten in Betracht ziehe oder muss ich mich davon abhängig machen, dass ich – solange ich noch Kinder bekommen kann – einen Mann finde, der da mitmacht. Und einige sagen sich dann: Gut, für den Kinderwunsch habe ich nur eine begrenzte Zeit, für eine Partnerschaft theoretisch immer. Also gehe ich erst einmal den Kinderwunsch an. Und wenn es sich gut trifft, begegne ich dem Mann immer noch später.

Die Welt: Sie haben geschrieben, dass es für Sie selbst eine sehr befreiende Erkenntnis war, dass man Kinderwunsch und Partnerschaft voneinander getrennt angehen kann.

Steiner: Viele Frauen sind jahrelang in dieser Stresssituation, dass sie ein Kind möchten, aber trotz vieler Dates keinen Partner finden oder einen Partner haben, der sagt: vielleicht später mal. Und man weiß nicht so richtig, wann dieses später oder vielleicht sein wird. Wenn man dann zu der Erkenntnis kommt, dass sich das voneinander entkoppeln lässt, dann nimmt das diesen Druck raus und bietet neue Möglichkeiten. Die Frauen können sich neu überlegen, was sie möchten – ohne dass sie sich von einem anderen Menschen abhängig machen müssen.

Die Welt: Das sagt sehr viel über den Zustand heutiger Partnerschaften aus.

Steiner:  Wir sind heute alle stärker von unseren eigenen Wünschen geprägt. Jeder Partner hat seine eigenen Ziele, seine eigenen Prioritäten. Wir sind viel weniger bereit, Kompromisse einzugehen – nur um eine heile Familie zu spielen. Jedem ist wichtig, den eigenen Lebensentwurf umzusetzen.

Die Welt:  Um sich dann einen Kindsvater aus dem Katalog aussuchen zu können?

Steiner: Das ist oft eine Unterstellung, die den Frauen gemacht wird, wenn sie zur Samenbank gehen: dass sie ein Designer-Baby bestellen. Das würde ich völlig verneinen. Wenn Frauen sich an eine Samenbank wenden, dann ist das für die meisten ein Mittel zum Zweck, ihr Ziel zu erreichen.

Die Welt: Warum dann kein One-Night-Stand, sondern die komplizierte Variante?

Steiner: Die Frauen, die ein Kind möchten und eine Samenspende in Anspruch nehmen, wollen nicht lügen. Und sie wollen ihrem Kind auch eine andere Entstehungsgeschichte vermitteln. Sie wollen nicht sagen: Ich war betrunken und wusste nicht, was ich tat. Oder: Ich war zu doof zum Verhüten. Nein, sie möchten ihrem Nachwuchs sagen können: Du warst ein Wunschkind, ich habe sehr viel dafür getan, um dich zu bekommen. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber dem Kind, aber auch dem Mann.

Die Welt: Dieser Alleingang hat aber auch eine Kehrseite: Die Frauen tragen dann die Verantwortung ganz allein.

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Steiner: Auf jeden Fall. Aber sie sind deutlich besser vorbereitet, als so manche Alleinerziehende, die ein Kind in einer Partnerschaft bekommen hat, die dann plötzlich zerbricht.

Die Welt: Warum?

Steiner: Singlefrauen überlegen sehr genau vorher, ob sie ein Kind bekommen können. Sie haben Respekt vor der Aufgabe und wissen, dass es schwierig wird. Sie fragen sich, ob sie das finanziell, psychisch, organisatorisch schaffen. Sie setzen sich ja auch intensiv damit auseinander, was für eine Samenspende sie verwenden wollen, also zum Beispiel eine anonyme Spende oder eine, bei der das Kind später die Möglichkeit hat, den Vater kennenzulernen. Oder suchen sie sich lieber jemanden – zum Beispiel aus dem Freundeskreis –, der aktiv eine Vaterrolle ausfüllen möchte?

Die Welt: Mit welchen Schwierigkeiten muss eine Singlefrau rechnen, die eine Familie gründen möchte?

Steiner: Viele empfinden es als anstrengend, dass die rechtliche Lage in Deutschland so ungeklärt ist. Es gibt zum Beispiel Richtlinien der Bundesärztekammer, die besagen, dass Ärzte eine künstliche Befruchtung nur bei verheirateten Paaren durchführen sollen. Dann liegt es im Ermessen des Arztes, wie er das auslegt. Viele Ärzte lehnen es deshalb ab, alleinstehende Frauen zu behandeln. Gerade nach solchen Erfahrungen fühlen sich Frauen nicht ernst genommen in ihrem Kinderwunsch.

Die Welt: Sie schreiben in Ihrem Buch auch über das Problem, dass Ämter bei Spenderkindern Schwierigkeiten wegen des Unterhalts machen.

Steiner: Ja. In Deutschland ist es so, dass der Verursacher einer Schwangerschaft unterhaltspflichtig ist. Da kommen dann schnell Fragen auf, was denn nun der Samenspender ist oder der Arzt, der eine künstliche Befruchtung durchgeführt hat – wer von beiden ist für die Schwangerschaft verantwortlich und müsste theoretisch verklagt werden? Oder doch der Samenspender, obwohl ihm vorher zugesagt wurde, dass er mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen hat? Da gibt es keine Klarheit. Die Politik hinkt dem ganzen Thema hinterher, ohne der Realität Rechnung zu tragen.

Die Welt: Wie erklären Sie Ihrem eigenen Kind, wie es entstanden ist?

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Steiner: Mein Kind ist jetzt sechs Jahre alt. Und natürlich sprechen wir darüber. Ich erkläre meiner Tochter dann immer, dass ich gerne ein Kind wollte, aber keinen Papa hatte, der auch gerne ein Kind wollte. Deshalb habe ich jemanden gefragt, der mir geholfen hat. Mit diesem Tenor beginnen die meisten Aufklärungsgespräche, also dass es einen Menschen gab, der geholfen hat, den Wunsch der Mama umzusetzen. Aber dass dieser Mann kein Papa im herkömmlichen Sinn ist, weil er kein Papa ist, der ein Kind aus der Kita holt oder mit seinem Kind spielt.

Die Welt: Würden Sie noch mal so ein Kind bekommen?

Steiner: Klar.

Die Welt: Auch mit Ihren heutigen Erfahrungen?

Steiner: Es ist möglicherweise leichter, gemeinsam eine Familie zu gründen. Aber ich würde auf jeden Fall immer wieder ein Kind bekommen. Ich hätte gerne noch mehr Kinder, aber ich habe leider zu spät angefangen.

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3 Comments

Zahra Doejune 2, 2017
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